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Lochfraß in der Berchtesgadener Eishalle

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Berchtesgaden: Lochfraß im Eisstadion (Eishalle) – Sanierung während der Schließung
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Die Rohre in der Eishalle sind verrostet. (Foto: Bauhof Berchtesgaden)

Berchtesgaden – Für die Sanierung der Sanitäranlagen in der Eishalle fallen Mehrausgaben in Höhe von 65.000 Euro an. Das teilte Marktbaumeister Peter Hasenknopf in der Gemeinderatssitzung am Dienstag mit. Grund dafür sind erhebliche Schäden an den Leitungen, die erst kürzlich entdeckt worden waren. Der Gemeinderat stimmte einer überplanmäßigen Ausgabe im Haushalt 2020 einhellig zu.

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Ursprünglich waren 25.000 Euro für die Sanierung der Duschen, Toiletten und Umkleiden in der Eishalle vorgesehen. »Wir wollten die Fliesen entfernen und sie durch neue Sanitärartikel ersetzen«, sagte Marktbaumeister Peter Hasenknopf.

Doch vor knapp zwei Wochen haben die Handwerker etliche Korrosionen an den Leitungen entdeckt. »Die Heizungs- und Wasserleitungen waren derart korrodiert. Da kann man tatsächlich von einem Lochfraß sprechen«, sagte Hasenknopf.

Dies hatte auch zur Folge, dass die Rohre abgesoffen sind. »Die Eishalle ist gerade einmal 30 Jahre alt. Das ist eine enorme kurze Nutzung der Leitungen«, bilanzierte der Marktbaumeister. Franziska Böhnlein (CSU) fragte, ob die Ursache für die schnelle Korrosion bekannt sei. »Es ist der Bauweise geschuldet«, erwiderte Hasenknopf. Die Leitungen seien nicht fachgerecht verlegt worden. Manche hätten sogar Kontakt zum Boden gehabt. Dadurch sei die Korrosion beschleunigt worden.

Diese Schäden sollen nun behoben werden. »Wir nutzen es aus, dass wir dieses Jahr kein Sommereis haben«, so Bürgermeister Franz Rasp. Die Eishalle soll Anfang Oktober wieder betrieben werden. pv