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Linke fordert gesetzlichen Sozialtarif bei Strom

Berlin (dpa) - Angesichts der drastisch steigenden Stromkosten will die Linke die Energieversorger per Gesetz zu einem Sozialtarif verpflichten. «Die ersten 1100 Kilowattstunden sollten für einen vierköpfigen Haushalt ganz umsonst sein».

Das sagte die Parteivorsitzende Katja Kipping der «Rheinischen Post» (Dienstag). Außerdem forderte sie eine Abwrackprämie für alte Haushaltsgeräte. Für den Austausch eines stromintensiven Geräts solle es einen Zuschuss von 200 Euro geben.

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Die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien steigt im kommenden Jahr deutlich an. Dadurch werden voraussichtlich auch die Strompreise einen Sprung nach oben machen.

Der zweite Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, forderte, den Strompreis zunächst einzufrieren. «Die Verbraucher zahlen Jahr für Jahr mehr, Konzerne und Staat kassieren ab», sagte er dem «Hamburger Abendblatt». Die Preise an der Strombörse seien auf dem Stand von 2007, der Verbraucher zahle aber deutlich mehr. «Wenn wir jetzt die Strompreise für eine gewisse Zeit einfrieren, dann machen wir nichts anderes, als die Extraprofite der Stromriesen abzuschöpfen.»

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