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Liga-Boss Seifert schließt Werbe-Unterbrechungen aus

Berlin (dpa) - Liga-Chef Christian Seifert hat Werbe-Pausen bei Spielen der Fußball-Bundesliga ausgeschlossen. Der Boss der Deutschen Fußball-Liga (DFL) empfahl den Clubs zudem, bei der Werbung das Augenmaß nicht zu verlieren.

Zurückhaltend
Christian Seifert möchte den Sport nicht hinter Werbung verstecken. Foto: Frank May Foto: dpa

Er glaube nicht, dass es Sponsoren etwas bringe, «wenn Spieler wie Litfaß-Säulen über den Platz laufen», sagte er in einem Interview der «Bild». «Was ich für die Bundesliga auch ausschließe, sind zum Beispiel Werbe-Unterbrechungen während der Spiele wie beim Football in den USA», erklärte Seifert.

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Die Entwicklung der Trikotwerbung in Deutschland bewertet Seifert als sehr positiv. Die Liga bewege sich schon auf einem hohen Niveau. «Nur in der englischen Premier League wird aktuell mehr eingenommen. Aber dort gibt es auch 20 Klubs in der Liga», so Seifert. Laut einer Studie des Unternehmens Sport+Markt nehmen die 18 Bundesligisten durch die Werbung auf ihren Trikots 119,8 Millionen Euro ein. Nur die 20 Vereine der Premier League können mit 148,7 Millionen Euro die deutsche Quote noch toppen.

Ein bisher unerprobter Markt sind Werbe-Tätowierungen bei Spielern. «Das geht eigentlich nur auf der Knie-Scheibe oder auf der Stirn. Sonst sieht man es ja nicht», meinte Seifert. «Aber ernsthaft: Mit dem Thema haben wir uns noch nicht beschäftigt.»