Letzte Maiandacht in der Pfarrei Unterstein

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Pater Kajetan spendete am Ende den Segen. (Fotos: Bernhard Stanggassinger)
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Sie haben das Wegkreuz restauriert (v.l.): Bernhard Köberle, Hans Kurz und Rudi Brandner.

Schönau am Königssee – In der Pfarrei Unterstein feierten Gläubige am vergangenen Freitag die letzte Maiandacht für 2021 beim Kindlerkreuz am Panoramaweg.


Das Kindlerkreuz ist ein altes Wegkreuz. 2019 wurde es von Hans Kurz, Bernhard Köberle und Rudi Brandner renoviert. Alle drei waren bei der Maiandacht anwesend. Von ihnen war zu erfahren, dass das Kreuz wohl im Jahr 1921 entstanden sein muss – alte Fotos lassen darauf schließen.

Bernhard Köberle zimmerte einen neuen Kasten um das Kreuz, brachte ein schmiedeeisernes Gitter an und setze das gesamte Wegkreuz auf einen Marmorsockel. Ein Dach aus Kupfer für den Marterlkasten fertigte Rudi Brandner. Hans Kurz restaurierte künstlerisch den alten farbigen Herrgott und die daneben befindliche Madonna. Dieses Wegkreuz ist ein Juwel in Mitten von einem herrlichen Ausblick auf die Schönauer Wiesen und Berchtesgadener Berge.

Die Maiandacht wurde schließlich von Pater Kajetan zelebriert, für die musikalische Umrahmung sorgte die »Kirchleitnmusi«. »Es sind schwere Zeiten«, sagte der Pater im Bezug auf Corona. »Maria ist da, drum lasst uns zu Ihr beten«, so der Geistliche. Am Ende der Andacht bedankte sich Pater Kajetan für das Kommen der Gläubigen, er wünsche sich jetzt normalere Zeiten. »Wir brauchen wieder Gäste, man braucht Arbeit, die Bauern brauchen eine gute Heuernte und die Sennleute eine gute Almzeit.« Er dachte auch an die Musikanten und wünschte ihnen Auftritte und Heimatabende. Für ein glückliches Miteinander forderte der Pater alle auf, ein gemeinsames »Vater unser« zu beten, bevor er den göttlichen Segen spendete.

Bernhard Stanggassinger