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Leichter und mehr Schuss: Polizei hat eine neue Dienstwaffe

Nach fast 40 Jahren wechseln die bayerischen Polizisten die Dienstpistole. Bei der Wahl des Modells SFP 9 spielte laut Innenminister Joachim Herrmann auch die «anhaltende terroristische Bedrohung» eine Rolle.

Neue Dienstwaffe
Eine Polizistin mit der neuen Dienstwaffe des Herstellers Heckler & Koch. Foto: Peter Kneffel/Aktuell Foto: dpa

München (dpa/lby) - Die SFP 9 des Herstellers Heckler & Koch ist die neue Dienstpistole von bald rund 35 000 bayerischen Polizisten. Man habe den Anspruch, die Beamten mit der «besten und modernsten Ausrüstung» in die Einsätze zu schicken, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag bei der Vorstellung der neuen Dienstwaffe in München. Kostenpunkt des Wechsels: rund 30 Millionen Euro. Die Polizisten im Freistaat nutzen seit 1979 die P 7, die ebenfalls aus dem Hause Heckler & Koch stammt und seit 2008 nicht mehr produziert wird.

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Gerade wegen des Preis-Leistungsverhältnisses habe sich die SFP 9 gegen drei andere Modelle durchgesetzt, teilte der oberfränkische Polizeichef Alfons Schieder mit. Im vergangenen Jahr hätten rund 1100 Beamte die Bewerbermodelle einem «wahren Stresstest» unterzogen. »Zum Teil wurden mehr als 10 000 Schuss pro Waffe abgegeben», sagte Schieder.

Herrmann lobte das geringe Gewicht der SFP 9, ihre einfache Bedienung sowie das flexible Griffstück, das sich an die Handgrößen der Beamten anpassen lässt. Mit Blick auf «die anhaltende terroristische Bedrohung» hob Hermann das größere Magazin hervor. Die Beamten verfügen künftig über 15 Schuss statt bisher acht. Diese Neuerung gefällt auch Polizeimeisterin Larissa Böck. «Es war Zeit, dass wir eine neue Dienstwaffe bekommen», sagte die 25-Jährige. Nicole Geier war eine der Polizisten, die die vier verschiedenen Modelle vorab getestet hatten. «Von der Handhabung hat sie mir am besten gelegen», sagte die 34-Jährige über die SFP 9.

Laut Innenministerium werden von Herbst 2018 bis Ende 2019 etwa 40 000 Dienstwaffen ausgegeben. In den Gesamtkosten von 30 Millionen Euro seien neben den Anschaffungskosten in Höhe von 13 Millionen Euro unter anderem auch Mittel für Schulungen und die Umrüstung von Waffenwerkstätten enthalten.

Pressemitteilung des Innenministeriums