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Leichenwagen als Versteck für Diebesgut: Verkehrskontrolle führt zu gestohlenen Fahrrädern aus Nordrhein-Westfalen

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Eine Polizistin hält eine Winkerkelle hoch
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Foto: Sebastian Willnow/zb/dpa/Symbolbild

Mühldorf – In einem Leichenwagen versteckt transportierte ein 52-jähriger Bulgare mehrere Kisten mit Elektrogeräten. Der Mann wurde mit seinem Sprinter mit Gespann einer Verkehrskontrolle der Bundespolizei Mühldorf unterzogen. Die Beamten fanden nach einer genauen Durchsuchung weiteres Diebesgut.


Am Mittwoch, den 24. Februar, fiel einer Streife der Bundespolizei Mühldorf gegen 8.45 Uhr am Autohof in Frixing, Gemeinde Erharting, ein bulgarischer Sprinter auf, der auf seinem Autoanhänger neben einem BMW auch einen Leichenwagen transportierte. Nachdem das Gespann offensichtlich Mängel aufwies, wurden dieses und der Fahrer, ein 52-jähriger Bulgare, einer Kontrolle unterzogen.

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Bei der durchgeführten Kontrolle erhärtete sich der Verdacht, dass mehrere verkehrsrechtliche Verstöße vorlagen, weshalb die Beamten Unterstützung bei der Autobahnpolizei Mühldorf anforderten. Zusammen wurde das Gespann genauer kontrolliert. Dabei wurden im Leichenwagen mehrere Kisten mit Elektrogeräten der Marken Makita, Würth und DeWalt aufgefunden.

Der Fahrer konnte keine schlüssige Erklärung zur Herkunft der Gegenstände abgeben. Neben den verkehrsrechtlichen Verstößen am Gespann bestand auch der Verdacht, dass es sich bei den Gegenständen um Diebesgut handeln könnte. Aus diesem Grund wurde auch die Grenzpolizei Burghausen zur weiteren Unterstützung und Übernahme der Sachbearbeitung verständigt.

Zusammen mit den Streifen der Bundes- und Autobahnpolizei wurde das gesamte Gespann von den Fahndern aus Burghausen komplett durchsucht. Weitere hochwertige Maschinen, größere Verpackungseinheiten mit Arbeitshandschuhen und eine Vielzahl zum Teil neuwertiger Fahrrad- und E-Bike-Rahmen wurden gefunden.

Nachdem der 52-jährige Bulgare keinerlei Eigentums- oder Herkunftsnachweise zu den Fahrrädern und Maschinen vorlegen konnte, stellten die Beamten die Gegenstände sicher und nahmen den Fahrer unter dem Verdacht der Hehlerei vorläufig fest.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wurde bei der Überprüfung der Fahrräder festgestellt, dass zwei Räder in Nordrhein-Westfalen als gestohlen gemeldet und zur Sachfahndung ausgeschrieben waren. Die Ermittlungen zur Herkunft der weiteren sichergestellten Maschinen und Fahrradteile, die bislang nicht zugeordnet werden konnten, dauern an. Nach erfolgter Sachbearbeitung wurde der 52-jährige Bulgare entlassen und konnte seine Fahrt nach Bulgarien fortsetzen.

fb/red


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