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Leckeres aus der Kinderbackstube

Berchtesgaden - Ein süßlicher Duft liegt in der Luft. Es riecht nach frischen Plätzchen. Und nach viel Arbeit: In der Kinderbackstube im Gasthaus »Neuhaus« können Kinder während des »Berchtesgadener Advent« ihre Plätzchen-Künste zum besten geben. Und sich wertvolle Tipps von den heimischen Bäckern holen, die die Idee für die Umsetzung hatten.

Backen - und dann naschen: Auch die Kleinsten haben Erfolg.

Ob es gut ankommen wird? Ob die Kinder das Angebot annehmen? Tun sie. »Aber es können noch ruhig ein paar zusätzliche kommen«, sagt einer, der sich viele Gedanken gemacht hat, ob eine Backstube für Kinder in Berchtesgaden das Richtige ist. In anderen Orten, etwa beim Mühldorfer Christkindlmarkt, funktioniert es bereits.

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Und wenn man die Kinder beobachtet, die im Gasthaus »Neuhaus« emsig hinter dem Tisch sitzen und Teig kneten, scheint das Konzept aufzugehen. »Alle sind hier herzlich willkommen«, sagt ein Verantwortlicher und verweist darauf, dass das Backen immer unter Aufsicht geschieht. Dass also Eltern, die den »Berchtesgadener Advent« besuchen, ohne Weiteres ihre Kinder »abgeben« dürfen, um ein Haferl Glühwein trinken gehen zu können.

Für das Plätzchenbacken haben sich die vier örtlichen Bäckereien zusammengetan, die Bäckerei Zechmeister, die Bäckerei Neumeier, die Bäckerei Ernst und die Bäckerei Niedermayer. An jedem der Öffnungstage hat auch die Kinderbackstube geöffnet, jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr. In dieser Zeit wird man Schritt für Schritt zum Meisterbäcker. Auf den Tischen stehen ein paar Schüsseln Mehl, Rundhölzer zum Ausrollen des Teigs - und natürlich Plätzchenformen.

Eine Betreuerin sorgt dafür, dass das Durcheinander nicht zu groß ist. Auch die Kinder des Berchtesgadener Bürgermeisters Franz Rasp sind zu Gast. Sie sollen zeigen, was sie können. Und werden - pressewirksam - von Bäckermeister und Bürgermeister-Stellvertreter aus Schönau am Königssee, Herbert Zechmeister, in die Materie des Plätzchenbackens eingewiesen. »Hier ist der Teig«, sagt Zechmeister. Der Klumpen ist groß.

»Den müsst Ihr jetzt ausrollen«, so die Aufforderung in Richtung der begeisterungsfähigen Jugend, die am liebsten sofort naschen würde. Doch dazwischen liegt noch ein Berg an Arbeit. Die Kinder, zwischen drei und neun Jahren alt, die allesamt dem »Bäcker-Onkel« zusehen und sich dessen Tipps verinnerlichen, warten gespannt darauf, selbst Hand anlegen zu dürfen. Dann der große Moment. Der Teig-Batzen wird geknetet, flach gepresst.

Zwei Holzstäbe helfen, dass die Teigplatte die richtige Höhe behält. »Mmh«, sagt ein kleiner Bub. Ein Mädchen auf der anderen Seite des Raumes ist da schon einen Schritt weiter. Sie legt die fertig ausgestochenen Plätzchen auf das Backblech. Drei kleine Öfen stehen bereit. Dort werden die süßen Leckereien in Windeseile fertiggebacken. »Natürlich darf jeder sein Gebäck mitnehmen.« Die kleinen Kunden freut es. Das Naschen geht zuhause weiter. kp