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Landrat Siegfried Walch übergab Imkern in Übersee eine 7500-Euro-Spende

Lebensraum für Bienen und Co.

Übersee – Gut zwei Fußballfelder groß ist die Fläche im Gebiet Schönegart bei Übersee, auf der seit ein paar Wochen Gräser, Blumen und Kräuter in allen Farbschattierungen wachsen.

Über eine Spende von 7500 Euro dürfen sich die Imker im Landkreis Traunstein freuen. Den symbolischen Scheck übergab Landrat Siegfried Walch (Dritter von rechts) an Peter Bichler (Dritter von links). Bei der Spendenübergabe dabei waren (von links): Wolfgang Selbertinger von der Unteren Naturschutzbehörde, Jürgen Sandner vom Landschaftspflegeverband, Landwirt Hans Maier und der Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege, Markus Breier.

Der Landkreis Traunstein, dem das knapp 1,6 Hektar große Areal gehört, wollte hier ein gutes Beispiel geben und hat einen idealen Lebensraum für Bienen und andere wichtige Insekten geschaffen. Landrat Siegfried Walch übergab dort dem Kreisvorsitzenden des Verbands Bayerischer Bienenzüchter, Peter Bichler, eine 7500-Euro-Spende zur Förderung der Bienengesundheit.

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Bereits 1981 hat der Landkreis Traunstein die Fläche in Schönegart erworben. Ursprünglich war sie als Tauschgrund für die Überseer Bahnunterführung gedacht. Da dies jedoch nicht nötig war, wurde sie bis Ende 2015 verpachtet und landwirtschaftlich genutzt. Nach der Kündigung durch den Pächter wurde dem Grund eine neue Bestimmung als zusammenhängende Ausgleichsfläche für Bauvorhaben des Landkreises zuteil.

In enger Zusammenarbeit planten Untere Naturschutzbehörde und Kreisfachberatung für Gartenbau und Landschaftspflege beim Landratsamt sowie der Landschaftspflegeverband das Gebiet zur abwechslungsreichen Blumenwiese um. Die Anlage und Aussaat der rund 40 Arten übernahm im Frühjahr der Überseer Landwirt Hans Maier – mit weithin sichtbarem Erfolg: Zurzeit blühen Ackerwildkräuter wie Kornblumen und Klatschmohn.

Für Landrat Siegfried Walch, der heuer die Initiative »Blühender Landkreis Traunstein« ins Leben gerufen hat, ist das Projekt ein hervorragendes Beispiel für ein erfolgreiches Miteinander von Naturschutz und Landwirtschaft.

An Ort und Stelle übergab er dem Kreisvorsitzenden der Bienenzüchter, Peter Bichler, einen symbolischen Spendenscheck. Vor allem die Varroamilbe und die Amerikanische Faulbrut stellen für Bienenvölker eine ständige Bedrohung dar. Ohne Bekämpfung gehen sie bei einem Befall innerhalb weniger Jahre zugrunde.

Auch jeder Verbraucher kann einen Beitrag zur Bienengesundheit leisten. Keinesfalls sollte Honig an Bienen verfüttert werden. Zudem gehörten Honiggläser vor der Entsorgung gründlich gereinigt und verschlossen, um die Übertragung von Krankheiten zu verhindern. Da die Bakterien der Amerikanischen Faulbrut als Sporen jahrelang überleben, können sie auch mit dem Honig transportiert werden. Für den Menschen stellt dies keine Gefahr dar, aber Bienen können die Sporen über den Honig aufnehmen. Gerade in dieser Jahreszeit beginnen die Bienen überall nach Futter zu suchen, auch nach Honigresten im Glascontainer. fb