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Lange Haftstrafen nach brutalem Raubmord in Salzburg

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Mit Höchststrafen ist der Prozess gegen zwei 19-Jährige wegen eines brutalen Raubmordes in Salzburg zu Ende gegangen. Das Opfer war vor acht Monaten misshandelt, gefesselt und erwürgt worden.


Salzburg (dpa) – Um die Spuren zu verwischen, legten die Männer die Leiche schließlich in eine mit Wasser gefüllte Badewanne. Das Gericht verurteilte den Haupttäter am späten Mittwochabend wegen Mordes, Raubes und versuchter schwerer Erpressung zu 15 Jahren Gefängnis. Sein Komplize muss wegen schweren Raubes und versuchter schwerer Erpressung zwölf Jahren in Haft.

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Nach Ansicht des Gerichts wollten die Männer von ihrem Opfer den Code der Geldautomatenkarte erpressen. Sie hatten zuvor getrunken und Marihuana geraucht. Während einer auf dem Weg zur Bank war, habe der andere den 30-Jährigen zu Tode gequält. Sie ließen danach mindestens 45 Kleidungsstücke des Toten mitgehen. Vor Gericht gaben die Männer unterschiedliche Motive für die Tat an: Während einer den Raubversuch zugab, wollte der andere sich wegen einer Beleidigung rächen.

Eine verlorene Asylkarte am Tatort führte die Kriminalisten rasch zu den Männern. Ein 19-Jährige wurde drei Tage nach der Tat von der bayerischen Polizei bei der Einreise nach Deutschland in Freilassing gestoppt. Auch der zweite Verurteilte war schnell ermittelt. Bei der Festnahme trug das Duo Kleidung ihres Opfers.