weather-image
12°

Landrat unterstützt Ladenbesitzer

0.0
0.0

Berchtesgadener Land (lra) - Zu einem Gespräch wegen der Probleme mit den Ladenöffnungszeiten an Sonntagen trafen sich am Donnerstag auf Einladung von Landrat Georg Grabner Vertreter der Ladenbesitzer an der Seestraße am Königssee, der heimische CSU-Landtagsabgeordnete Roland Richter sowie Bürgermeister Stefan Kurz im Landratsamt. Dabei waren sich Unternehmer und Politiker darüber einig, dass für Tourismusregionen die aktuell geltenden Vorgaben des Ladenschlussgesetzes nicht mehr zeitgemäß sind. Grabner und Richter wollen sich daher für eine entsprechende Änderung politisch einsetzen.


Die fünf Vertreter der Königsseer Ladenbesitzer erläuterten ihre Anliegen bezüglich der sonntäglichen Verkaufsverbote am Königssee noch einmal ausführlich und baten um politische Unterstützung für eine Änderung der gesetzlichen Regelungen. Dabei betonten sie, dass sich ihre Kritik nicht gegen das Landratsamt richte, das geltendes Recht zu vollziehen habe, sondern konkret gegen das durch das Ladenschlussgesetz speziell aufgelistete Warensortiment, das an Sonn- und Feiertagen in bestimmten Tourismusorten Bayerns verkauft werden darf. »Dieses im Gesetz aus dem Jahr 1953 aufgeführte Warensortiment entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen von Gästen eines Ausflugsziels und bedarf daher einer dringenden Aktualisierung«, stimmten Grabner, Richter und Kurz mit den Händlern überein.

Anzeige

Daher sagten sie den Unternehmern im Rahmen ihrer politischen Möglichkeiten Unterstützung in ihrem Anliegen zu. Roland Richter wolle sich dafür in seiner Landtagsfraktion starkmachen. Landrat Grabner werde sich an die zuständige Staatsministerin Christine Haderthauer, den Bayerischen Landtag und an den Präsidenten des Bayerischen Landkreistages, Landrat Dr. Jakob Kreidl wenden und sie auffordern, in einem bayerischen Ladenschlussgesetz das Warensortiment, das in namentlich aufgeführten Tourismusorten sonntags verkauft werden darf, abzuändern.

Es sei nicht nachzuvollziehen, dass zum Beispiel Badesachen, aber kein kaputter Bergschuh ersetzt oder kein Regenschutz für Wanderer verkauft werden darf, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Um diese Situation zu verändern, sei eindeutig der Gesetzgeber gefragt. »Wir Kommunalpolitiker werden eine Gesetzesänderung anschieben und versuchen, andere oberbayerische Landkreise, die in einer ähnlichen Situation sind, einzubinden«, betonte Landrat Grabner.

Die Ladenbesitzer zeigten sich am Ende des Gesprächs mit dem Ergebnis zufrieden. Um die Aktivitäten der Politiker zu unterstützen, wollen sie die Ergebnisse bereits durchgeführter Unterschriftensammlungen fortführen und an die Politiker weiterleiten.