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Lächelnde Lisicki will unter die Top Ten

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In Berlin war Sabine Lisicki wieder bester Laune. Foto: Maurizio Gambarini Foto: dpa

Berlin (dpa) - Sabine Lisicki zeigte zwei Tage nach der Finalniederlage in Wimbledon schon wieder ihr bezauberndes Lächeln. Von Frust war trotz der herben Pleite gegen die Französin Marion Bartoli nichts zu sehen.


Charmant, aber ohne Interpretationsspielräume verkündete die Hauptstädterin ihre kommenden Ziele nach der überwundenen Enttäuschung vom klaren 1:6, 4:6 in London. «Ich will unter die Top Ten», sagte die 23-Jährige. Durch ihren Endspiel-Einzug verbesserte sich die Berlinerin in der Weltrangliste vom 24. auf den 18. Platz. Langfristig wolle sie weiterhin die Nummer eins der Welt werden. «Das ist immer noch aktuell.»

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Damit es in Zukunft einen dauerhaften Aufschwung im deutschen Tennis gibt, müssten die Damen «das ganze Jahr durch bei Turnieren weit kommen», meinte Lisicki. Die Basis für einen Tennis-Boom sei gelegt. «Es ist gut, dass wir mehrere deutsche Damen haben, die bereits weit oben spielen und die Verantwortung nicht auf einer Schulter allein liegt», erklärte sie.

Zudem sei es wichtig, dass wieder mehr Turniere in Deutschland ausgetragen würden. «Es gäbe nichts Schöneres als ein Turnier in Berlin - am besten natürlich auf Rasen», sagte Lisicki. Zuletzt fanden die German Open im Steffi-Graf-Stadion an der Hundekehle im Jahr 2008 statt. Zudem forderte sie die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten auf, wieder die großen Tennis-Veranstaltungen übertragen.

Sie selbst wolle nun zunächst erst einmal ein paar Tage ausspannen. «Komplette Ruhe für den Körper - ohne Tennisschläger», gab sie als Plan für die nächsten Tage aus. Vom kommenden Montag an wolle sie wieder auf dem Platz stehen und sich auf die Hartplatzsaison vorbereiten. «Dann geht es wieder voll weiter», sagte Lisicki mit Blick auf die Ende August beginnenden US Open.

Ihre Niederlage in Wimbledon bezeichnete sie als «Erfahrung, die für die Zukunft Gold wert ist». Es sei «ein unglaublich schönes Gefühl» gewesen: «Der Traum ist leider noch nicht in Erfüllung gegangen - ich werde an dieser Niederlage wachsen.» Sie verglich den zweiten Platz in Wimbledon mit einer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen von London im vergangenen Jahr. «Darüber hätte ich mich auch riesig gefreut.» Im Mixed fehlte mit Platz vier damals nicht viel zum Bronzerang.