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Kulturverein Teisendorf feiert 20-Jahr-Jubiläum

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Bei Fritz Hermann (Zweiter von links) bedankte sich die Vorstandschaft um (von links) Robert Strauß, Bernhard Glück und Leo Kellner für seine 20 Jahre währende Tätigkeit als Kassier. Foto: Konnert

Teisendorf – Ein besonderes Geschenk machte der Kulturverein sich und den Teisendorfern zu seinem 20-jährigen Bestehen:


Ein Konzert mit der beliebten »Obermooser Musi« aus Teisendorf, die das Publikum mit ihrem abwechslungsreichen, einfühlsamen und virtuos vorgetragenen Programm begeisterte.

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Der Vorsitzende des Kulturvereins, Bernhard Glück, freute sich, dass so viele Gäste gekommen sind, und erinnerte in seiner kurzen Begrüßung an 20 erfolgreiche Jahre des Vereins mit über 120 Veranstaltungen. »Wir freuen uns, dass wir länger überlebt haben, als viele es bei der Gründung vorausgesagt haben«, so Glück. Das von der Obermooser Musi gewählte Motto des Abends »Tief verwurzelt und weit verzweigt« könne man eins zu eins auch auf den Verein übertragen. Er sei inzwischen in der Region tief verwurzelt und stehe daher sturmsicher in der Landschaft.

Die Kulturfreunde werden immer mehr und kommen nicht nur aus Teisendorf, sondern auch aus der »weitverzweigten« Umgebung. Das vielseitige Veranstaltungsprogramm habe großen Zuspruch und werde gut genutzt. Er erinnerte auch an den leider viel zu früh verstorbenen Gründungsvater des Vereins, Jan Dischinger, dessen Grundidee eines hochwertigen Kulturangebots für Teisendorf den Verein auch heute noch leitet. Als Erfolgsrezept des Vereins sieht zweiter Vorsitzender Robert Strauß die thematische Programmgestaltung. »Die Entscheidung, neben klassischer Musik auch andere Richtungen, wie Jazz, Salonmusik, Volksmusik anzubieten, war richtig.« Auch literarische Abende, Zauberei und Kabarett haben ihren Platz. Ein Höhepunkt sei etwa die Lesung von Bettina Mittendorfer zu Lena Christ gewesen, meint Strauß und ergänzt. »Die hohe Akzeptanz unserer jährlichen Kulturfahrten sollten auch nicht unerwähnt bleiben«.

Die Obermooser Musi mit Resi Baumgartner (Gitarre), Klara Stief (Hackbrett, Percussion) Andreas Schillinger (Zither, Ziach) und Christian von LeSuire (Bass, Klarinette), zeitweilig ergänzt durch Resi Mühlbacher (Gesang), Elias Schillinger (Posaune) und Severin Schillinger (Flügelhorn) spielte neben echter alpenländischer Volksmusik auch internationale Folklore, Blues, Jazz, Tango und Bossa Nova. Auch wenn für manches Stück die Besetzung eher »ungewöhnlich« erschien, war man erstaunt, wie schön Melodien, die man ganz anders im Ohr hat, in der »Obermooser« Besetzung klingen. Kaum einer hatte zuvor gedacht, dass der Frank Sinatra-Song »Fly me to the moon« oder Zara Leanders »Bei mir bist du schön« mit Zither, Hackbrett, Gitarre und Bass ein Ohrenschmaus sein können.

Neben der brillanten Darbietung aller Instrumentalisten war dafür auch die dunkle, leicht rauchige Stimme von Resi Mühlbacher entscheidend. Wie übrigens auch bei dem südafrikanischen Tanz »Pata, Pata«, der »bayerisch gewürzt und original Obermooserisch arrangiert war«, so die Sängerin. Viele Melodien waren Eigenkompositionen von Andreas Schillinger, einfühlsam wie die »April Fantasie«, klangreich wie die »Klangfarben«, tief verwurzelt in der heimatlichen Volksmusik wie der »Surberger Landler« oder der » Landler in D« und dennoch die weite Welt im Blick wie bei der »Polkalpanisch«.

Letztere ist nach einer Reise durch Albanien entstanden, »inspiriert durch die Schönheit der Landschaft und die Freundlichkeit der Menschen«, erläuterte der Komponist. »Blechern« wurde es bei dem Walzer »Für d'Isarwinklerinnen« und der »Polka F-Dur« als die beiden Söhne von Andreas Schillinger, Elias und Severin, die Gruppe mit Blasinstrumenten unterstützten. Der gelungenen Darbietung nach zu urteilen, muss man sich im Hause Schillinger um den Fortbestand der musikalischen Tradition keine Sorgen machen. Die Besucher waren von Beginn an begeistert und belohnten alle Akteure mit kräftigem Applaus.

Am Rande der Veranstaltung wurde Fritz Hermann für seinen unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz für den Kulturverein geehrt. Er war 20 Jahre lang der Kassier des Vereins und wird sich nun altersbedingt aus der aktiven Vereinsarbeit zurückziehen. Sein Nachfolger Leo Kellner lobte seine stets vorbildliche Buchführung und seine Hilfe bei der Durchführung der Veranstaltungen. Als Dank für seinen langjährigen, unermüdlichen Einsatz überreichte ihm zweiter Vorsitzender Robert Strauß einen Geschenkkorb verbunden mit dem Dank des gesamten Vereins.

Die Veranstaltung schloss mit einem reichhaltigen »Geburtstagsbüffet«, zu dem alle Gäste eingeladen waren. Die Meinung der Besucher war einhellig: »Weiter so! Wir freuen uns auf viele interessante Veranstaltungen des Kulturvereins Teisendorf in den nächsten 20 Jahren!« kon