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Kranz niedergelegt – Zöllner gedenken am Pfaffenkegel der verstorbenen Kollegen

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Gedachten der verstorbenen Zöllner (v.l.): Pater Kajetan, Christian Waltenberg, Andreas Steuer und Patrizia Kaiser. (Foto: Bernhard Stanggassinger)

Schönau am Königssee – Es hätte die 58. Zöllner-Bergmesse am Pfaffenkegel werden sollen, wegen der Corona-Pandemie wurde sie jedoch vom Leiter des Hauptzollamtes Rosenheim, Robert Wörner, abgesagt. Eine kleine Gruppe Zöllner ließen es sich jedoch nicht nehmen, ihrer verstorbenen Kollegen zu Gedenken und legten vor dem Gipfelkreuz am Pfaffenkegel einen Kranz nieder.


Zuerst nahmen Beamte in Dienstkleidung Aufstellung. Zollbetriebsinspektor Andreas Steuer hielt die Zollfahne vom ehemaligen Zollkommissariat Berchtesgaden, ihm zur Seite standen Zollamtsrätin Patrizia Kaiser und Zollhauptsekretär Christian Waltenberg.

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Der Vertreter des Vorstehers vom Hauptzollamt Rosenheim, Oberregierungsrat Reinhard Mayr, erklärte, dass es eine schwierige Entscheidung gewesen sei. Man wollte die Messe nicht absagen, eine Durchführung sei aber auch schwierig.

Mayr erinnerte sich an die Anmerkung von Pater Kajetan, der im letzten Jahr gefragt hatte, ob er wiederkommen dürfe. So war es nur logisch, dass Pater Kajetan auch in diesem Jahr die Messe abhielt. Er berichtete in seiner Predigt über Gottes Gerechtigkeit. »Die Welt ändert sich nicht mit unserem Tod, die Welt geht weiter«, so der Geistliche. Zollamtsrätin Patrizia Kaiser verlas im Anschluss die im letzten Jahr im Hauptzollamt Rosenheim verstorbenen Zöllner. Es waren 25.

Weil Christus von den Toten auferstanden ist, forderte der Pater alle Anwesenden auf, gemeinsam ein G'satzerl vom »Freudenreichen Rosenkranz« zu beten. Der Ordensmann spendete den göttlichen Segen. Zollhauptsekretär Christian Waltenberg trug den Kranz die steile Felswand hinauf zum Gipfelkreuz und legte ihn nieder.

In der Hoffnung, dass im nächsten Jahr wieder Normalität herrscht und auch wieder wie gewohnt zur Messe die Musikkapelle Marktschellenberg spielen kann, verabschiedete man sich an diesem besinnlichen Tag. Bernhard Stanggassinger