weather-image

Kraftvoll, lautstark und spielfreudig

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Santana-»Feeling« kam beim Konzert im Traunreuter k1 mit Gitarrist Gerd Schlüter, Bassist Martin Hohmeier und Sänger Tony Lindsay auf. (Foto: Heel)

1947 in der mexikanischen Kleinstadt Autlán de Navarro geboren und in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, trat Carlos Santana bereits mit 15 Jahren als Gitarrist und Sänger in den Kneipen und Bordellen der Grenz- und Vergnügungsstadt Tijuana auf.


1967 stellte er im spanischen Viertel von San Francisco das Rockseptett Santana zusammen, und der Latin Rock war geboren, diese Kombination von Rock, Blues und lateinamerikanischen Rhythmen, zu der auch die Verwendung des entsprechenden Instrumentariums wie Congas, Bongos und Timbales gehört. 1969 gelang ihm auf dem Woodstock-Festival der Durchbruch, seitdem hat er mehr als 40 Alben veröffentlicht, die sich millionenfach verkauften, und tourt noch immer um die Welt.

Anzeige

Den unverwechselbaren Sound und musikalischen Spirit dieses Ausnahme-Künstlers weiterzugeben, ist das Anliegen der Coverband »The Magic of Santana«, die jetzt im gut besuchten Saal des Traunreuter k1 zu Gast war. 2010 von dem Hamburger Gitarristen Gerd Schlüter und den Perkussionisten Andreas Rohde und Jürgen Pfitzinger gegründet, ließ die achtköpfige Truppe, die mit gleich drei Trommlern und Perkussionisten antrat, dabei rasch Santana-»Feeling« aufkommen, kraftvoll, lautstark und spielfreudig. Entsprechend begeistert reagierten die Zuschauer, angesteckt vom Schwung der Rhythmen und der Hochstimmung, die bald im Saal herrschte und nach der Pause viele auch zum Tanzen animierte. Was auch daran lag, dass mit dem charismatischen Sänger Tony Lindsay ein Original Santana Mitglied auf der Bühne stand, der mit seiner kräftigen Tenorstimme und seinem sympathischen Wesen das Publikum tief beeindruckte.

Ansonsten dominierte Gerd Schlüter mit seinem energischen, facettenreichen Spiel die Bühne und brachte die rund 20 Songs aus dem musikalischen Oeuvre Santanas, die auf dem Programm standen, stilgerecht auf den Punkt, angefangen mit »Evil Ways« über »Samba Pa Ti« bis zu »Maria, Maria«, wobei er im Finale »Black Magic Woman«, »Gypsy Queen« und »Oye Como Va« zu einem atemberaubenden Medley verknüpfte. Ansagen oder Erklärungen zu den einzelnen Songs gab es dabei kaum, nur bei »Somewhere In Heaven« erinnerte Tony Lindsay an den Rock-Impresario Bill Graham, einem der Förderer von Carlos Santana, der 1991 im Alter von 60 Jahren bei einem Hubschrauber-Absturz ums Leben kam. Ein paar Zugaben, darunter »Jingo«, schlossen das fast dreistündige Konzert dann ab. Wolfgang Schweiger

Das Kunstfoyer in München widmet der legendären Foto-Agentur Magnum eine Retrospektive zum 70-jährigen Bestehen. Zu sehen sind Werke von Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Martin Parr, David Seymor, Robert Capa oder George Rodger. Das Archiv der Fotografen-Kooperative sei seit der Gründung im Frühjahr 1947 zu einem unerschöpflichen Reservoir an Erinnerungen angewachsen, so das Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung.