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Monika Nestle (l.) und Bettine Clemen ergänzen sich in ihrem musikalischen Credo. (Foto: privat)

Konzert in der evangelischen Schöpfungskirche: Querflöte und Orgel harmonieren miteinander

Bischofswiesen – Zu einem Konzert mit Querflöte und Orgel hatten Bettine Clemen und Monika Nestle in die evangelische Schöpfungskirche in Bischofswiesen eingeladen, und der Kirchenraum war fast bis auf den letzten Platz besetzt mit einer erwartungsfrohen Zuhörerschaft. Die wurde musikalisch reich beschenkt mit einer Auswahl bekannter Melodien, die von Bettine Clemen einfühlsam moderiert wurde.


Nach dem Eingangsstück »Greensleeves-Variationen« gab Clemen ihrer Freude Ausdruck, wie schön es sei, endlich wieder vor einem leibhaftigen Publikum spielen zu dürfen, und das sogar ohne Schutzmasken, sodass man auch in die Gesichter der Zuhörer sehen könne.

Für Gesang komponierte Arien können auch rein instrumental schön klingen. Das bewiesen zwei Arien aus Opern von Händel und Mozart sowie das bekannte »Ständchen« von Schubert, das wegen seiner allgemeinen Beliebtheit schon immer von allen erdenklichen Instrumenten interpretiert wird. Der berühmte »Türkische Marsch« von Mozart verlangte sodann den Musikerinnen virtuose Fingerfertigkeit ab und bei den schnellen Läufen im Mittelteil blieb der Flötistin kaum Luft zum Atmen – dennoch hat sie dieses Bravourstück meisterhaft gespielt.

Von ihren zahlreichen Konzertreisen in 149 Länder dieser Erde erzählte Bettine Clemen, dass sie dort auch immer wieder für Tiere musiziert hat, die stets mit berührender Affinität auf die Musik reagieren – seien es Elefanten, Löwen, Ziegen, Pferde oder Affen.

Ihre Sammlung von über 100 Flöten konnte sie natürlich nicht nach Bischofswiesen mitbringen, aber mit einer kleinen Auswahl von der tiefsten Bassflöte bis zur allerkleinsten, die so winzig war, dass sie in den Händen ganz verschwand, wurde das Publikum zum Staunen gebracht. Besonders eindrucksvoll war die Solo-Improvisation auf der »Indianerflöte«, auf der man sogar zweistimmig blasen kann.

Sehr glücklich darüber, mit der Kirchenmusikerin Monika Nestle eine ideale Partnerin gefunden zu haben, hatten die beiden während der Pandemiezeit in fast allen regionalen Kirchen musiziert. Auch in den folgenden Vortragsstücken von Bach, Bizet und einem Strauss-Walzer konnten die Zuhörer diese kongeniale Verbundenheit spüren und entließen die beiden Tonkünstlerinnen erst nach zwei Zugaben mit großem Applaus.

In diesem Jahr planen Monika Nestle und Bettine Clemen noch mehrere Konzerte in Kirchen im Berchtesgadener Land und Umgebung.

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