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»Kompass zur Sonne«: In Extremo feiern Jubiläum

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Michael Rhein ist «Das letzte Einhorn». Foto: picture alliance / dpa Foto: dpa

Frisch vom Wikinger-Schiff: »Kompass zur Sonne« heißt das neue Album von In Extremo, die noch immer Spaß haben am Mittelalter.


Berlin (dpa) - Die Berliner Rockband In Extremo feiert mit einem neuen Album Bühnenjubiläum. 25 Jahre gibt es die Band nun schon - und zum Geburtstag erscheint »Kompass zur Sonne«, die 13. Studioplatte der Rocker mit Hang zum Mittelalter.

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Wie so häufig in diesen Wochen: Das Album sollte eigentlich bereits früher - am 27. März - erscheinen. Und eigentlich wollte die Band das Jubiläum auch gebührend auf der Bühne feiern und schon im April auf Deutschland-Tour gehen. Doch das Coronavirus kam auch hier dazwischen, die Konzerte sind nun auf Oktober verschoben.

Bandgründer Michael Robert Rhein hatte als Mittelalter-Fan 1995 die Idee, eine Band zu gründen, die den Soundtrack zu seiner Leidenschaft liefert. Ein Jahr später gab es erste Aufnahmen mit historischen Instrumenten, dann kam eine Rockband dazu - und fertig war die ungewöhnliche Crossover-Kombination, die 1999 mit dem Album »Verehrt und angespien« ihren endgültigen Durchbruch hatte.

Nach 25 Jahren wäre es auch etwas zu spät, um am Erfolgskonzept der Band noch groß etwas zu ändern. Und so klingen In Extremo auch auf ihrem neuen Album so, wie sie immer klangen: laut, bombastisch, oft hymnisch - irgendwie nach Mittelaltermarkt und Bier.

Ein Song ist sogar explizit dem Gerstensaft gewidmet und heißt »Biersegen«. Die Lieder wechseln zwischen deutscher Sprache und archaischer Mundart, die sich immer anhört wie frisch vom Wikinger-Schiff. »Wer kann seglen ohne Wind« heißt passenderweise einer der Songs.

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