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Kommandantur im Amt bestätigt

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Einige der geehrten langjährigen Vereinsmitglieder und die neu in die Reihen der Feuerwehr Aufgenommenen mit Vereinsvorstand Johann Hölzl (r.). (Foto: Wechslinger)

Schönau am Königssee – Im Mittelpunkt der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schönau standen die Neuwahlen der Kommandantur und die vielfältigen und arbeitsreichen Einsätze beim Schneechaos im Januar. Aus allen Rechenschaftsberichten ging hervor, dass bei der Schönauer Feuerwehr gute Arbeit geleistet wird und auch das Gesellschaftliche nicht zu kurz kommt. Zudem wurden einige Mitglieder geehrt und Neuaufnahmen begrüßt. Die neuen Kameraden heißen Franz Brandner, Michael Brandner und Georg Koll.


Bürgermeister Hannes Rasp begrüßte die Gäste im Ferien- und Aktivhotel »Hubertus«. Im Jahresbericht standen nicht nur 83 Einsätze, sondern auch Lehrgänge, Ausbildungen und Baumaßnahmen, bei denen die Feuerwehrleute maßgeblich beteilig waren. Der oberste Feuerwehrmann der Gemeinde Schönau am Königssee versprach seinen Feuerwehrleuten, dass die Kommune auch weiterhin für Ersatz von Fahrzeugen und Gerätschaft sorgen werde. Rasp lobte die Feuerwehrkräfte für ihren Einsatz beim Schneechaos im Januar. Dafür seien seitens des Freistaates Bayern und des Landratsamtes Einladungen an die Feuerwehren gegangen.

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Kommandant Sebastian Walch lobte in seinem Rechenschaftsbericht die Baumannschaft, die in vielen Stunden für die Modernisierung des Feuerwehrhauses gesorgt habe. Restarbeiten sollen noch in diesem Jahr vollendet werden.

Der Kauf eines neuen TLF muss warten

Der Kommandant bedauerte, dass die angekündigte Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeuges vom Gemeinderat verschoben wurde, zeigte aber auch Verständnis, weil die Nachbarwehr für ihr veraltetes und zu kleines Gerätehaus einen Ersatzbau erhalte. Anschließend sprach der Kommandant von 83 Einsätzen, die von der Ölspur über Brände bis zu kostenpflichtigen Fehlalarmen an Brandmeldeanlagen führen. Da diese häufig ohne Lohnersatzleistungen erfolgen, wäre ein Teil der verrechneten Stunden als Spende an den Feuerwehrverein eine erstrebenswerte Lösung, die auch in vielen Kommunen so gehandhabt werde. Des Weiteren wies Walch auf die vielfältigen Übungen, Ausbildungen und Lehrgänge hin, die an Freizeit verloren gingen und die Geduld der Angehörigen forderten. Dem Bericht des Kommandanten folgten Beförderungen und Ehrungen mehrerer verdienter Feuerwehrleute.

Nach den Neuwahlen forderte Sebastian Walch die Versammelten auf, sich Gedanken zu machen, wer in sechs Jahren neuer Kommandant der Schönauer Wehr werden soll. Kreisbrandrat Josef Kaltner drückte seine Freude darüber aus, wie gut beim Schneechaos die Arbeit in den Führungsebenen funktioniert habe und dadurch auch die Arbeiten koordiniert verlaufen seien. Bis auf kleinere Blessuren habe es bei den Feuerwehr-Schneeeinsätzen auch keine ernsthaften Verletzungen gegeben.

Weitere Grußworte gab es von Polizeichef Willi Handke, vom Ortbeauftragten des Technischen Hilfswerks Ulrich Hasenöhrl und für die Berchtesgadener Ärzteschaft von Dr. Reinhard Reichelt. Aus allen Grußworten ging die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren hervor.

Die Arbeit im Verein ist lobenswert

Vereinsvorstand Johann Hölzl hielt nach einem Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder Rückschau auf ein arbeitsreiches Jahr. Dass es bei den vielen Einsätzen und Übungen keine schwerwiegenden Unfälle oder Verletzungen gegeben habe, führte Hölzl darauf zurück, dass die Schönauer Feuerwehrleute gut ausgebildet sind und konzentriert arbeiten. Hölzl bemerkte kritisch, dass die Arbeit immer mehr zunehme.

Schriftführer Sebastian Beer hielt in seinem ersten Rechenschaftsbericht mit Fotos untermalt Rückschau auf das Vereinsjahr. Dem Bericht von Kassier Christian Bründl war zu entnehmen, dass wirtschaftlich gearbeitet wurde und sogar ein kleines Plus in der Kasse sei. Die Kassenprüfer Alois Graf und Ulrich Konrad bescheinigten Bründl beste Arbeit.

Es folgte die verdiente Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder und die Aufnahme neuer Mitglieder. Ehrenkommandant Stefan Pfnür gratulierte den Geehrten und regte des Weiteren an, die Satzung im Hinblick auf die Ehrenvorstandschaft zu ändern. Würde die bisherige Satzung nur einen lebenden Ehrenvorstand ausweisen, so hätten sich auch August Stengle und Georg Koller verdient zu Ehrenvorständen ernannt zu werden, befand Pfnür. Vorstand Johann Hölzl wird diesen Vorschlag demnächst mit seiner Vorstandschaft besprechen.

Eine Absage musste Bürgermeister Hannes Rasp dem Antrag von Fähnrich Michael Graßl sen. auf die Unterhaltskosten eines Fahrzeugs für die Fahnenabordnung erteilen, auch wenn das Fahrzeug mit fremden Mitteln beschafft würde. Der Bürgermeister stellte jedoch in Aussicht, dass ein vorhandenes Fahrzeug bereitgestellt werden könne. cw