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Kohnen wirbt für Koalitionsgespräche

München/Berlin (dpa) - Bayerns SPD-Chefin Natascha Kohnen sieht im Sondierungsergebnis von Union und SPD eine starke Handschrift ihrer Partei - und wirbt für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. «Das war ein superhartes Stück Arbeit. Wir haben eine sehr große Summe an sozialdemokratischen Forderungen reingebracht, etwa die Solidarrente oder die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung», sagte Kohnen, die auch stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende ist, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Negativ bewertete sie, dass die Bürgerversicherung und die Erhöhung des Spitzensteuersatzes nicht durchgesetzt werden konnten.

Natascha Kohnen
Natascha Kohnen ist zu sehen. Foto: Michael Kappeler/Archiv Foto: dpanitf3

«Aber es ist eine sehr, sehr starke Handschrift von uns drin», betonte Kohnen und erklärte: «Das Gesamtbild, das für uns so stark ist, hat mich zur Zustimmung bewogen, dass wir in weitere Verhandlungen mit der Union gehen sollten - in denen wir dann noch einmal in die Tiefe gehen müssen.» Dann aber hätten die Mitglieder das Wort. «Am Ende wird aber jedes einzelne Mitglied entscheiden.»

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