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Köln mit Last-Minute-K.o. gegen 1899 - Sofortiges Veh-Aus

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1. FC Köln - 1899 Hoffenheim
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Sargis Adamyan (23) brachte mit seinem Tor zum den 1:1 Hoffenheim in Köln auf die Siegerstraße. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa Foto: dpa

Der 1. FC Köln zeigt gegen die TSG Hoffenheim eine gute Leistung, kassiert aber durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit die achte Niederlage im elften Saison-Spiel. Für Sportchef Veh folgt das sofortige Aus, Trainer Beierlorzer steht auch unter enormem Druck.


Köln (dpa) - Weiterer Rückschlag für das Team, drohender Knockout für den Trainer, sofortiges Aus für den Sportchef - der 1. FC Köln steckt nach einem Last-Minute-K.o. gegen die TSG Hoffenheim tief in der Krise.

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Nach dem 1:2 (1:0) am Freitag gab der Fußball-Bundesligist die sofortige Trennung von Sportchef Armin Veh bekannt. Der erst im Sommer als Trainer verpflichtete Achim Beierlorzer muss ebenfalls um seinen Job bangen. »Was ich für ein Gefühl habe, ist unerheblich. Ich bin jetzt sehr enttäuscht, weil die Mannschaft alles gegeben hat und ein wirklich gutes Spiel gemacht hat«, sagte Beierlorzer.

Das Samstagstraining der FC-Profis wurde nach der Partie kurzerhand abgesagt. Am Kölner Geißbockheim sollen Gespräche mit allen Verantwortlichen geführt werden, hieß es.

Die spielentscheidende Szene ereignete sich in der Nachspielzeit: Nach einem Zweikampf zwischen Kölns Dominick Drexler und Sargis Adamyan entschied Schiedsrichter Robert Kampka nach Ansicht der Videobilder auf Foulelfmeter. Jürgen Locadia verwandelte (90.+8 Minute) und besiegelte damit den späten K.o. des FC und die bereits achte Niederlage im elften Saisonspiel. »Das ist bitter für uns«, sagte Beierlorzer über den Elfmeter gegen seine Mannschaft.

Zuvor hatte Adamyan (48.) vor 49.100 Zuschauern die Kölner Führung durch Jhon Cordoba (34.) ausgeglichen. Dagegen geht es bei den Gästen weiter aufwärts: Der fünfte Sieg in Serie verhalf zumindest den Kraichgauern für einen Tag auf Platz zwei.

Den Kölnern war ihre Negativserie von einem Sieg in den letzten acht Spielen von Beginn an anzumerken. Mit drei Neuen, darunter dem 20 Jahre alten Debütanten Ismail Jakobs, begannen die Rheinländer zwar engagiert, allerdings scheuten beide Teams zunächst das Risiko. Die Kölner waren um Kontrolle bemüht, gingen dabei aber zu ideenlos und zu langsam vor und stellten die Gäste daher kaum vor Probleme.

Und so hatte Pavel Kaderabek nach schöner Vorarbeit von Florian Grillitsch die Chance zur Führung, wurde aber im letzten Moment geblockt (21.). Nur sieben Minuten später geriet der FC erneut in Not. Sebastian Rudy kam frei zum Schuss, verfehlte aber das Tor.

Erst der missratene Kopfballversuch von Angreifer Simon Terodde (32.), den 1899-Schlussmann Oliver Baumann parierte, löste beim FC die Verkrampfung. Die nun spürbar größeren Angriffsbemühungen wurden schnell belohnt. Ausgerechnet der in Köln umstrittene Cordoba brachte sein Team mit einem platzierten Flachschuss aus 20 Metern in Führung. Es war das erste Bundesliga-Tor des Kolumbianers im FC-Trikot im 27. Spiel. Die Rheinländer verdienten sich die Führung nun mit ihrer bis dahin stärksten Phase. Die Hoffenheimer agierten dagegen zu passiv.

Die neu gewonnene Stabilität schien den Gastgebern dann aber in der Pause abhanden gekommen zu sein, die Führung gab dem Team keine Sicherheit. Direkt nach Wiederanpfiff verbuchte die TSG drei Chancen binnen drei Minuten und kam durch den kurz zuvor eingewechselten Adamyan zum Ausgleich. Zwar fingen sich die Kölner danach wieder, wirklich zwingend wurden die Rheinländer aber nicht mehr. In der Nachspielzeit sorgte dann Locadia für die Entscheidung zugunsten der TSG.

11. Spieltag der Fußball-Bundesliga

Tabelle der Fußball-Bundesliga

Informationen zum Spiel

Kader 1. FC Köln

Kader 1899 Hoffenheim

Mitteilung 1. FC Köln zur Veh-Trennung