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Kochen ist ihre große Leidenschaft

Nußdorf. Das Kochen ist eine große Leidenschaft von Gisela Sengl. »Ich mag es deftig«, sagt die Mutter von drei Kindern. »Echte Wiener Schnitzel, Gemüseeintöpfe, Schweinsbraten oder auch ein Lamm, das kann ich alles eigentlich ganz gut.« Doch im Moment bleibt der 53-Jährigen nicht viel Zeit für ihr Hobby, denn sie ist in der Regel vier Tage die Woche in München. Die Biobäuerin aus Sondermoning (Die Grünen) schaffte im September etwas überraschend den Einzug in den Landtag.

»Die leicht scharfe Gulaschsuppe tut gerade in der kalten Jahreszeit immer gut«, sagt die leidenschaftliche Köchin Gisela Sengl.

»Wir führen jetzt ein komplett anderes Leben«, sagt Gisela Sengl. »Früher stand ich im Bioladen oder half meinem Mann auf dem Feld. Da kann ich jetzt aus Zeitgründen gar nichts mehr machen, was mir auch ein wenig leidtut.« Aber dafür habe sie jetzt eine neue, schöne Aufgabe. »Und die will ich einfach gut machen.« Am Herzen liegen ihr vor allem agrarpolitische Themen. »Das ist mein Bereich, da kann ich was erreichen.« Ihrer Meinung nach sollten sich die Grünen überhaupt wieder mehr auf ihre Kernkompetenzen besinnen, um aus dem Tief zu kommen: »Landwirtschaft, Verkehr und Energiewende.«

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Doch jetzt, so kurz vor Weihnachten, ist dann erst mal Schluss mit Politik. »Da habe ich eine Woche Urlaub, vielleicht wird es dann etwas ruhiger«, hofft sie. Denn Gisela Sengl hatte in den letzten Wochen viel um die Ohren, musste viel organisieren und improvisieren – privat und beruflich. »Gott sei Dank mag ich Stress, sonst könnte ich das gar nicht machen.« Fürs kommende Jahr wünscht sie sich deshalb, »dass alles ein wenig mehr Struktur bekommt. Wir müssen unseren Rhythmus erst finden«, sagt sie und lacht. – Und dann hat die 53-Jährige vielleicht auch wieder ein wenig mehr Zeit für ihr Hobby, das Kochen. Als Rezept stellt Gisela Sengl eine leicht scharfe Gulaschsuppe vor, »die gerade in der kalten Jahreszeit immer gut tut.«

Hier die Zutaten (für 6 Personen):

700 g Rindfleisch (aus der Oberschale)

700 g Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

200 g Tomatenmark

½ TL Paprikapulver extrascharf (bzw. je nach Belieben, wie scharf es werden soll)

1 EL Paprikapulver edelsüß

1 TL Kümmel

1 TL Salz

400 g stückige Tomaten aus der Dose

1 rote Paprikaschote

1 grüne Paprikaschote

1 Karotte

500 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend

ca. 1,2 Liter Gemüsebrühe

150 g saure Sahne

1 Glas Rotwein

2 Lorbeerblätter

Butterschmalz

Zubereitung:

Zwiebeln fein würfeln, Rindfleisch in 1 x 1 Zentimeter kleine Stücke schneiden, Kümmel im Mörser zerstoßen, Paprika in Streifen schneiden, Knoblauch fein hacken. In einem Bratentopf Zwiebelwürfel im Butterschmalz goldbraun braten, Fleischwürfel hinzu geben und bei starker Hitze fünf Minuten anrösten, Tomatenmark zufügen und ebenfalls ca. eine Minute anrösten, aber nicht anbrennen lassen.

Paprikapulver, Salz, Majoran und Kümmel einstreuen und unter rühren eine weitere Minute rösten. Mit Rotwein ablöschen und alles etwa fünf Minuten gut durchköcheln lassen.

Tomaten, Brühe, Knoblauch, Paprikastreifen, Möhre und Lorbeerblätter in den Topf geben und bei kleiner Hitze etwa eine Stunde schmoren lassen.

Danach Kartoffeln schälen und würfeln, dazugeben und weitere 25 Minuten, evtl. etwas mehr, garen.

Saure Sahne mit etwas Suppe verrühren, zurück zur Suppe geben, unterrühren und mit knusprigem Weißbrot heiß servieren. KR