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Kleine Artisten riesengroß

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Hoch hinaus ging es bei den Pyramiden: Da waren Geschicklichkeit und gegenseitiges Vertrauen gefragt. (Foto: H. Eder)

Wonneberg – Über 100 kleine Artisten gestalteten beim Circus Boldini eine Zirkus-Gala. Alle Schüler der Grundschule Otting-Wonneberg hatten dabei ihre Rollen – von einem bunten Haufen Clowns bis zu Jongleuren, Seiltänzern, Bodenakrobaten, Hula-Hoop-Tänzern und Pyramidenbauern. Eine Woche lang hatten sie geübt, nun erhielten sie gewaltigen Beifall der rund 350 Eltern und Verwandten und ein Lob von der Zirkusfamilie Frank wie von Schulleiterin Maria Hipf: »Kleine Artisten riesengroß!«


Fünf Tage lang trafen sich alle Schüler aus St. Leonhard und Otting beim Circus Boldini neben der Schule in St. Leonhard. Nach einigen »normalen« Vorstellungen konzentrierten sich dieZirkus-Artisten um Philipp und Nina Frank und deren Töchter Nina und Mindi auf die Kinder, um ihnen Kunststücke beizubringen. Die Kinder konnten sich ganz nach Wünschen und Fähigkeiten aussuchen, wo sie mitmachen wollten.

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Bei der Vorführung stimmte Zirkuschef Philipp Frank die Besucher auf kräftigen Applaus ein. Das konnten sie gleich ausprobieren, als alle Kinder in die Arena stürmten. Das Lied »Hurra, der Zirkus ist da« bildete den Auftakt für ein Programm mit erstaunlichen Elementen. Zwei Kinder erzählten den Zuschauern, wie fleißig sie geprobt und trainiert hatten, und gaben dann die »Manege frei!«

Die Jongleure – lauter Buben – ließen mit erstaunlichem Geschick Bälle, Teller, Tücher, Ringe und Diavolos durch die Luft tanzen. Die Geschickteren reichten einander drehende Teller von einem Stab auf den anderen. Besonderes Talent bewies ein Bub, der sein Diavolo bis fast zur Zirkuskuppel schleuderte und geschickt wieder auffing. Als nächstes führten kleine »Ballettratten« komplizierte Kunststücke auf dem Schwebebalken vor: Kerze, Kopfstand, Spagat oder Rad. Tosender Applaus füllte das Zelt.

Eine ganze Schar verrückt gekleideter Clowns feierte zu fetziger Musik eine Party. Das gefiel aber dem gestrengen – echten – Zirkuschef gar nicht, was die Clowns aber wenig scherte. Kaum war er wieder weg, ging’s von Neuem los. Die Kinder hatten großen Spaß – so durften sie hier ganz offiziell über die Stränge schlagen.

Die Pause nutzten die Besucher samt Kindern, um sich die Tiere des Circus Boldini anzuschauen: die Pferde, Kamele, Lamas, Ziegen und Hunde. Im zweiten Teil des Programms standen dann zunächst anmutige Seiltänzerinnen im Mittelpunkt. Die jungen Akrobatinnen, eine sogar mit verbundenen Augen, zeigten sich ausgesprochen begabt. Nach dem Auftritt der Hula-Hoop-Gruppe kamen die Figuren-Akrobaten. Hier waren Zusammenarbeit und Vertrauen gefragt, wenn Brücken und Pyramiden in die Höhe wuchsen. Tolle »Bauwerke« entstanden und verschwanden im Minutentakt – Höhepunkt und Ende der Schau zugleich.

Am Schluss lobte Schulleiterin Maria Hipf, die Kinder könnten »sehr stolz sein auf ihre Wahnsinns-Show«. Sie hätten in dieser Trainingswoche an Mut und Selbstvertrauen gewonnen und großen Spaß gehabt, von echten Akrobaten Kunststücke zu erlernen.

Sie würdigte das engagierte Zirkusteam für seine einfühlsame Arbeit, eine Reihe einheimischer Firmen, die mit 2540 Euro dazu beigetragen hatten, diese Zirkuswoche zu ermöglichen, und schließlich die Familie Helminger, die das Grundstück für den Zirkus zur Verfügung gestellt hat. Bürgermeister Martin Fenninger, dem beinahe ein Einsatz auf dem Seil gedroht hätte, lobte ebenfalls alle Beteiligten und freute sich vor allem auch, dass erstmals in der Geschichte der Gemeinde hier ein Zirkus seine Zelte aufgeschlagen hat. he