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»King of Queens«-Schauspieler Jerry Stiller ist tot

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Jerry Stiller gestorben
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Jerry Stiller starb im Alter von 92 Jahren, wie sein Sohn Ben Stiller bekannt gab. Foto: Diane Bondareff/AP/dpa Foto: dpa
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Ben Stiller (l) und sein Vater Jerry Stiller 2011 in New York. Foto: Charles Sykes/FR170266 AP/dpa Foto: dpa
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US-Schauspieler Jerry Stiller und seine Frau Anne Meara bei der Premiere des Films "I Love You, Man". Foto: Prommer/epa/dpa Foto: dpa
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Die Schauspieler Jerry Stiller (l) und Anne Meara (2.v.r) mit ihren Kindern Ben Stiller und Amy Stiller 2007 auf dem Hollywood Walk of Fame. Foto: Damian Dovarganes/AP/dpa Foto: dpa

Als kauziger Schwiegervater Arthur in »King of Queens« wurde Jerry Stiller in Deutschland bekannt. Nun ist der Komiker mit 92 Jahren gestorben.


Los Angeles (dpa) - Der aus US-Sitcoms bekannte Schauspieler Jerry Stiller ist tot. Das gab sein Sohn, der Hollywood-Star Ben Stiller, am Montag bekannt. »Ich habe die traurige Nachricht zu überbringen, dass mein Vater gestorben ist«, steht in der Twitter-Nachricht.

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»Er war ein großartiger Vater und Großvater und für seine Frau Anne mehr als 62 Jahre lang der hingebungsvollste Mann. Er wird sehr vermisst werden. Ich liebe Dich, Dad.« Der 92-Jährige sei eines natürlichen Todes gestorben.

Jerry Stiller ist in Deutschland vor allem durch seine Rolle als kauziger alter Schwiegervater Arthur Spooner in der Sitcom »King of Queens« (1998-2007) bekannt. Der oft schlecht gelaunte Arthur ging dem Serienhelden Doug Heffernan (Kevin James) regelmäßig auf die Nerven. In der Serie schrie er gerne und publikumswirksam rum, bat seinen Schwiegersohn, einen Kartoffelchip in der Form von US-Präsident Nixon aufzubewahren. Oder er drohte damit, sich selbst zu verletzen und den Behörden zu erzählen, er sei geschlagen worden.

Stiller war auch in vielen Folgen der 90er-Jahre-Erfolgsserie »Seinfeld« zu sehen. Dort verkörperte der nur 1,65 Meter große Mann Frank Costanza. Costanza ist ebenfalls ein Exzentriker, der unter anderem Weihnachten durch sein persönliches Fest »Festivus« ersetzt hat - als Konsumkritik. In den USA wird Stiller vor allem mit dieser Rolle bei »Seinfeld« in Verbindung gebracht. Stiller wirkte aber auch in etlichen Kinofilmen mit, darunter »Zoolander« (2001), »Airport 2« und »Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123« (beide 1974).

In den 50er Jahren heiratete Stiller Anne Meara, der »New York Times« zufolge als beide versuchten, in New York als Schauspieler Fuß zu fassen. Bald begannen sie als Komiker zusammen in Nachtclubs aufzutreten und schafften es etwa in die quotenstarke »Ed Sullivan Show«. Die Ehe hielt bis zu Annes Tod 2015, mehr als sechs Jahrzehnte. In Hollywood erinnert ein Stern auf dem »Walk of Fame« an die Beiden.

Ihr gemeinsamer Sohn Ben Stiller (54) ist ebenfalls sehr erfolgreich mit Komödien. Mit ihm arbeitete Jerry der Branchenseite IMDB zufolge in insgesamt elf Filmen zusammen. Nach Jahrzehnten der getrennten Karrieren heiratete Jerry Anne Meara schließlich auch in der letzten Staffel von »King of Queens« - eine Wiedervereinigung des Comedy-Duos auf der Bühne. In einer Szene vor der Trauung sagt er, dass sie schon noch lernen würden, sich zu lieben. Die Frau antwortet, dass sie das bereits tue. Arthur: »Na, dann ist das schon die halbe Miete.«

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