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Kindergarten wird erweitert

Berchtesgaden – Der Gemeinderat Berchtesgaden votierte am Montag einstimmig für die Finanzierung des neuen Gebäudes der Kindertagesstätte. Ein Teil wird staatlich finanziert, der andere kommt aus Rücklagen und von Immobilienverkäufen der Gemeinde.

Um Platz für eine Kinderkrippe zu schaffen, entsteht neben dem Kindergarten (l,) ein Neubau auf Gemeindegrund. Foto: Anzeiger/Voss

In der öffentlichen Sitzung am Montag besprach der Gemeinderat noch einmal alle Punkte, die mit dem Neubau der Kinderkrippe und dem Ausbau des bestehenden Kindergartens zu tun haben. Der Plan von Marktbaumeister Helmut Grassl sieht beispielsweise einen großen gemeinsamen Schlaf- und Spielraum in der Kinderkrippe vor. Ebenso neu sind ein Wartebereich und ein Aufenthaltsraum, der auch für Besprechungen genutzt werden kann. Mit dem aufgestellten Bauplan sei der Kindergarten »voll und ganz zufrieden«, lobte Bürgermeister Rasp. Wichtig war der Gemeinde auch, dass die gesetzlichen Bestimmungen zu Inklusion und Integration in den neuen Räumlichkeiten für die Kinder erfüllt werden.

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Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro, wobei 1,1 Millionen Euro vom Staat getragen werden. Die fehlende Million kommt aus Rücklagen der Gemeinde und von deren Immobilienverkäufen. »Diese Rücklagen haben wir uns mühsamst zusammengespart, um uns den Kindergarten und die Krippe leisten zu können«, entgegnete Rasp auf die Frage eines Gemeinderatsmitglieds nach dem »Woher«.

Bartl Mittner von der SPD-Fraktion steht dem Projekt positiv gegenüber: »Die SPD wird dem Entwurf und der Finanzierung zustimmen. Wir freuen uns, dass etwas für die kleinen Bürger unserer Gemeinde getan wird.« So empfindet zwar auch Hans Kortenacker von der Berchtesgadener Bürgergruppe, äußerte aber auch Bedenken: »Die BBG stimmt der Finanzierung zu. Wir denken aber, dass die Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Kindertagesstätten, wie Bischofswiesen, nicht ausgeschöpft wurden.« Rasp dementierte den Vorwurf jedoch und versicherte, dass alle Kommunen nach freien Kapazitäten abgefragt wurden.

Michael Koller, Gemeinderat der Freien Wähler, sprach sich zwar im Namen seiner Partei für das Projekt aus, erinnerte die Anwesenden aber noch einmal an den Umfang der Investition in die neue Kinderkrippe. Die Investition würde keinesfalls zu früh getätigt, sei aber auch schwierig. Zum einen wegen der Vergrößerung des Personalstamms, zum anderen blieben immer noch über eine Million Euro Eigenanteil, den die Gemeinde übernehmen müsse. Alles in allem sei es jedoch ein sehr gutes, zukunftsweisendes Projekt, so Koller. Annabelle Voss