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Kernig, kompakt und konsequent

Schon ihr Einstieg ließ erkennen, dass hier vier Musiker ans Werk gehen, die ihr Publikum lieben. Erfreuten sie auf ihrem Weg zur Bühne die Besucher doch mit einem kleinen Ständchen, verspielt und heiter, bevor es dann zur Sache ging, kernig, kompakt und konsequent. Mit schnörkellosen, rhythmusbetonten und stets vorantreibenden Popsongs, die nicht nur melodisch, sondern auch von den Texten her überzeugten und das bunt gemischte Publikum in der ausverkauften Traunsteiner Kulturfabrik NUTS sofort auf Fahrt brachten.

Die Springer mit (v. l.) Guido Fuchs, Martin Fuchs und Günter Wimmer. Kaum zu sehen: Erwin Kowalew hinter Guido Fuchs am Keyboard. (Foto: Heel)

Nur verständlich also, dass die vor 16 Jahren gegründete und seit einiger Zeit vierköpfige Band als die bekannteste aus dem südostbayerischen Raum gilt und deutschlandweit Erfolge verbuchen kann. Mehr als 1000 Auftritte haben Frontmann Günter Wimmer (Gesang und Bass) und die Brüder Guido (Gesang und Gitarre) und Martin Fuchs (Gesang und Schlagzeug) bereits hinter sich; dazu haben sie bislang vier Alben veröffentlicht und konnten sich vor gut einem Jahr sogar mit ihrer Hymne »We are one Family« im Vorausscheid für den Titelsong zur Biathlon-WM 2012 in Ruhpolding gegen zum Teil hochklassige Konkurrenz durchsetzen.

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Nun mit dem Pianisten Erich Kowalew an Bord (»Einem Russen, der in Los Angeles Klavier studiert hat«, so Günter Wimmer über seinen Bandkollegen), begeisterten die vier Deutschrocker die Besucher im NUTS mit einem Querschnitt aus ihrem reichhaltigen Repertoire, mit ihren Hits wie »Liebesmaschine«, »Sommerlied«, »Postkarte«, »Disco« oder »Capo«, um nur ein paar zu nennen. Alles Songs aus ihrer Feder und meist so intensiv wie aussagekräftig um das Thema männliche Befindlichkeiten kreisend, von Günter Wimmers eindringlichem Gesang und Sinn für unterschwellige Dramatik eindrucksvoll auf den Punkt gebracht. Dazu gab's ein paar Anekdoten aus der Bandgeschichte, und auch bei den Zugaben ließen sich die vier sympathischen Musiker nicht lange bitten. Fazit: Ein Unplugged-Konzert der Extraklasse. Wolfgang Schweiger