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Ken Loach: Gegen Fundamentalismus angehen

Berlin (dpa) - Für den britischen Regisseur Ken Loach wiederholen sich derzeit Fehler aus der Vergangenheit.

Ken Loach
Ken Loach möchte die Menschen zum Nachdenken anregen. Foto: Guillaume Horcajuelo Foto: dpa

Sein aktueller Kinofilm «Jimmy's Hall» basiert auf wahren Ereignissen und erzählt von einem irischen Dorf Anfang der 1930er Jahre, wo Kirche und Obrigkeit gegen eine Tanzhalle der Bewohner vorgehen. Es sei eine Geschichte, «die einiges über unsere Gegenwart erzählt», sagte der 78-jährige Loach im Interview der Nachrichtenagentur dpa.

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«Schauen Sie sich doch um in der Welt: Es gibt viele Länder, in denen Tanzen und Singen verboten sind, in denen ein radikaler Fundamentalismus die Freiheit der Einzelnen beschneidet, insbesondere der Frauen.» Die Geschichte seines Films sei eine, «die Mut machen kann, dagegen anzugehen».

Er glaube zwar nicht, dass Spielfilme das Denken des Publikums verändern. «Aber ich glaube daran, dass Spielfilme die Gefühle ansprechen. Und über die Gefühle kommen vielleicht ein paar Menschen dazu, ihre Gedanken immerhin infrage zu stellen.» «Jimmy's Hall» kommt nächste Woche Donnerstag ins Kino.

Jimmy’s Hall