Kellerbrand in Mehrparteienhaus

Feuerwehr
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Der Schriftzug Feuerwehr steht an der Jacke eines Feuerwehrmannes. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild Foto: dpa

Ainring/Mitterfelden - Am Samstagabend gegen 17.50 Uhr kam es - nach derzeitigem Ermittlungsstand der Freilassinger Polizei aufgrund eines technischen Defekts – zu einem massiven Kellerbrand in einem Mehrparteienhauses in der Ainringer Goethestraße.

Hierbei wurde ein hochwertig und mit viel Herzblut eingerichteter Musik-Proberaum einer einheimischen Band mit vielen Gerätschaften, den Aufnahmen für ein neues Album und nicht ersetzbaren Vintage-Instrumenten völlig zerstört. „Unser gesamtes künstlerisches Schaffen ist betroffen; trotzdem sind wir vor allem froh, dass niemand ernsthaft verletzt wurde“, berichtet ein Sprecher der Band am Samstagabend.

Das Rote Kreuz war mit Einsatzleiter, Rettungswagen und Notarzt aus Freilassing im Einsatz und versorgte eine Frau und einen Mann, die beide Rauchgas eingeatmet hatten und brachte sie zur weiteren Überwachung in die Kreisklinik Freilassing.

Die Atemschutz-Geräteträger der Feuerwehr hatten mit der hohen Brandlast und den durch den abgeschotteten Keller sehr hohen Temperaturen in den Räumen zu kämpfen, schaffte es aber, dass sich das Feuer nicht weiter aufs restliche Gebäude ausbreitet und brachte einen Bewohner aus der Wohnung in Sicherheit.

Bereits auf der Anfahrt ließ eine schwarze Rauchsäule nichts Gutes erahnen. Bei der Brandbekämpfung stellte sich heraus, dass die betroffenen Kellerräume keine Öffnung nach außen haben und somit der Brandrauch und vor allem die Hitze kaum abziehen konnten.

Der Hauptbrandraum war als Musikzimmer mit einer Schalldämmung und Hohlräumen ausgeführt und wies massive Brandlast auf. Bereits im Vorraum herrschten Temperaturen von über 150 Grad und im Brandraum über 450 Grad.

Die beiden ersten Atemschutztrupps konnten nach etwa 20 Minuten das Feuer unter Kontrolle bringen. Um das Feuer endgültig abzulöschen mussten Teile des Kellers geräumt, sowie Zwischenräume und Dämmmaterial entfernt werden. Die Feuerwehr belüftete die Räume und machte damit die Wohnungen und den Keller rauchfrei; parallel erfolgten Messungen auf tödliches Kohlenmonoxid in den Wohnungen.

Die Feuerwehr Ainring war mit 30 Einsatzkräften mit dem Einsatzleitwagen, drei Löschfahrzeugen, der Drehleiter und dem Versorgungs-Lkw für drei Stunden im Einsatz. Die Freilassinger Polizei schätzt den Schaden im oberen fünfstelligen Bereich, weshalb die Kripo die weiteren Ermittlungen übernehmen wird.

 

fb/BRK/BGL