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Kekse für die Nager

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Mit Keksen lässt sich der Murmeltier-Alltag gleich viel leichter aushalten.
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Fünf Jungtiere sind vor etwa zwei Monaten auf die Welt gekommen. (Fotos: privat)

Berchtesgaden – Vor gut zwei Monaten gab es im Adlergehege am Obersalzberg in den Bauten der Murmeltiere Nachwuchs. Falkner Wolfgang Czech bezeichnet sich selbst als aussterbende Spezies. »Wenn ich einmal nicht mehr da bin, wird es schwierig, lebende Murmeltiere noch aus der Nähe zu sehen. Denn in freier Wildbahn pfeifen sie und verschwinden in ihrem Bau.«


Im letzten strengen Winter hat Czech 16 Greifvögel, darunter Bussarde, Turmfalken und Waldkauze vor dem sicheren Tod gerettet. Er fütterte sie auf eigene Kosten durch, dann entließ er sie wieder in die freie Wildbahn. Fünf Murmeltier-Jungtiere erfreuen derzeit die Besucher. Die Nager lieben Kekse, fressen sie sogar aus der Hand der Menschen. Auch Streicheln ist erlaubt. Neben den Jungen bevölkern drei einjährige »Mankein« und ein altes Paar das Gehege.

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Das alte Murmeltier kämpft allerdings gerne mit den Einjährigen. Der Grund: Nach der Geschlechtsreife werden die Nachkömmlinge üblicherweise verjagt. »Ich greife da nicht ein, das überlasse ich der Natur«, erklärte Wolfgang Czech dazu. Das Adlergehege ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Nur am Montag ist geschlossen, da nimmt sich Wolfgang Czech eine Auszeit und sorgt sich um das Futter für die Tiere. Die beste Zeit für einen Besuch bietet sich am Nachmittag. Dann haben die Murmeltiere Hunger und kommen zum Fressen aus dem Bau. Die Murmeltiere sind nicht an das Gehege gebunden, sie können es jederzeit verlassen. cw