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»Kartoffelkur« zur Stärkung in turbulenten Zeiten

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Marktschellenberger Gesundheitswochen: »Kartoffelkur« zur Stärkung in turbulenten Zeiten
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Das Gesundheitswochen-Team beim Eröffnungsabend (v.l.): Evi Korneli, Waltraud Prothmann-Seyersbach, Bürgermeister Franz Halmich, Monika Angerer, Sabine Hillebrand, Barbara Steube, Dr. Caren Lagler, Margit Hillebrand und Helfried Unterberger. (Fotos: Veronika Mergenthal)

Marktschellenberg – Auch vor in der momentanen Situation an sich sehr hilfreichen Veranstaltungen wie den »Marktschellenberger Gesundheitswochen« machten die Veranstaltungsabsagen wegen des Corona-Virus nicht halt. Ein Trost ist für die Organisatoren, Helfried Unterberger von der Tourist-Info und die ärztliche Leiterin Dr. Caren Lagler, dass die Kartoffelkur privat weitergeführt werden kann. Neuinteressierte können sich auch jetzt noch einklinken und mitmachen, unterstützt durch ein Kartoffelkur-Heft.


Ende vergangener Woche konnte – neben der ersten Kreislaufwanderung – der Eröffnungsabend mit rund 30 Interessierten noch über die Bühne gehen. »Da bin ich auch ganz glücklich darüber«, erklärte Dr. Lagler, die die Besucher seit 2015 jedes Frühjahr in die Kartoffelkur einweist. Die Kur könne ja jetzt auch jeder für sich allein machen. Auch Hilfsmittel wie Basenpulver, Basentees, Moorpackungen und Produkte mit Omega-3-Fettsäuren wurden an dem Abend vorgestellt und konnten erworben werden, sodass alle Teilnehmer eingedeckt sein sollten. Ebenso stand eine große Kiste mit Händedesinfektionsmitteln bereit.

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»Der Abend ist sehr gut angekommen, vor allem weil wir ein super Programm hatten«, berichtet die naturheilkundliche Ärztin. Heuer sei das Vorbereitungsteam überrannt worden von Therapeuten und anderen Anbietern. Eine neunköpfige Damenriege mit Berufen wie Kräuterpädagogin, Hebamme, Trainerin für Achtsamkeit oder Meditation und Lehrerin für Yoga oder Qi Gong hatte unter anderem Vorträge, Wanderungen zu Kraftplätzen der Natur oder auf den Spuren der Kräfte der Bäume, Workshops für gesunde Ernährung und vieles mehr vorbereitet.

»Wir hatten heuer so viele Veranstaltungen wie noch nie. Das wäre ein total lässiges Programm gewesen«, bedauert der Leiter der Tourist-Info. Schweren Herzens sagte er Anfang der Woche die restlichen Termine ab. »Wir können es nicht riskieren, dass sich jemand ansteckt.« Der Imageverlust für die Tourismusgemeinde wäre enorm, und auch die Österreicher fielen durch die Grenzschließung weg.

Bis Mittwoch konnten Interessierte die Gerichte der Kartoffelkur dann noch im Café Margit genießen. Die Abendsuppe bekamen die Teilnehmer von Margit Hillebrand täglich mit nach Hause. Nach den ersten Absagen aus Angst vor Ansteckung blieben zwei Teilnehmer aus Anif aus, weil die Grenze dicht war. Zwei weitere Teilnehmer bei diesem »Kartoffelmahl« sind Urlauber und reisen in Küze nach Hause. »Ich hätte nur noch für zwei Leute gekocht, das rentiert sich nicht mehr«, berichtet die Wirtin. Vom letzten Kartoffelmahl erzählt sie: »Alle waren sehr traurig, aber haben viel Verständnis und freuen sich schon aufs nächste Jahr. Sie führen die Kartoffelkur privat weiter.«

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der Samstagsausgabe (21. März) des »Berchtesgadener Anzeigers«.

Veronika Mergenthal