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Neue Aufgabe

Karrierehelfer Rosberg: Ex-Champion als Berater für Kubica

Diese Nachricht kam schon überraschend. Nico Rosberg hat ein neues Betätigungsfeld. Als Co-Manager will er Robert Kubica beraten, einst Formel-1-Rivale, jetzt potenzieller Rückkehrer.

Champion
Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg wird künftig Robert Kubica beraten. Foto: Sebastian Gollnow Foto: dpanitf3

Singapur (dpa) - Nico Rosberg als Comeback-Beschleuniger: Der zurückgetretene Formel-1-Weltmeister will dem ehemaligen Rennrivalen Robert Kubica auf Weg zurück in die Motorsport-Königsklasse helfen.

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«Es ist spannend, mit Robert an seiner Rückkehr in die Formel 1 zu arbeiten», twitterte Rosberg zusammen mit einem Foto, das ihn, Kubica und den aktuellen WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton aus gemeinsamen Nachwuchstagen zeigt. Kubica und Hamilton seien die Schnellsten gewesen, gegen die er gefahren sei, schrieb Rosberg.

Er gehört künftig zum Berater-Team des Polen. Rosberg teilt sich die Aufgaben mit dem bisherigen Manager von Kubica, Alessandro Alunni Bravi. Rosbergs Sprecher Georg Nolte bestätigte entsprechende Berichte der «Bild»-Zeitung und von autosport.com.

Für Kubica könnte Rosberg zum Beschleuniger werden, zumindest erhofft sich der Pole das. «Es ist fantastisch, mit Nico arbeiten zu können. Wir kennen uns seit der Kindheit und er wird eine große Hilfe bei meinem Formel-1-Comeback sein», sagte Kubica bei «Autosport». Er arbeitet mit Hochdruck an seiner Rückkehr in die Formel 1 - mit allerdings auch schon 32 Jahren, am 7. Dezember wird er 33.

Den bis dato letzten Grand Prix fuhr er Ende 2010 in Abu Dhabi. Im Februar 2011 verunglückte der 76-malige Formel-1-Starter bei einer Rallye in Italien schwer, zog sich schlimmste Verletzungen vor allem am rechten Arm zu. Eine Leitplanke hatte sich durch den Wagen von Kubica gebohrt. Die Ärzte retteten zumindest den Arm, Kubica ist aber eingeschränkt. Dennoch überzeugte er bei Testfahrten im aktuellen Renault.

Spekuliert wird, dass Kubica ein Kandidat beim britischen Williams-Team als Nachfolger von Felipe Massa sein könnte. Immerhin hat Rosberg, der sich seinerseits bei Vertragssachen zuletzt von Ex-Pilot Gerhard Berger hatte managen lassen, auch eine Williams-Vergangenheit. Er startete 2006 seine Karriere im Williams, sein Vater Keke wurde mit dem britischen Team 1982 Weltmeister.

Dass Rosberg Junior sich nun als Berater für Kubica schon wieder ein bisschen zurück in die Formel-1-Welt begibt, kommt durchaus überraschend. Er hatte vor rund drei Wochen gesagt, er sei momentan in der Entdeckungsphase. «Es ist eine tolle Situation in meinem Leben.» Zudem hatte er Ende Juli angekündigt, nächstes Jahr an der Stanford Business School in einem Kompaktkurs zu studieren. Rosberg war nach seinem WM-Triumph im vergangenen Jahr zurückgetreten.