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Junger Mann landet in Berchtesgadener Ache

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Berchtesgaden (ml) - Ein alkoholisierter Autofahrer ohne Führerschein ist am frühen Dienstagmorgen wie durch ein Wunder mit leichten Verletzungen davongekommen, als er in der Unterau mit einem entwendeten BMW-Geländewagen von der Bundesstraße 305 abkam und in die Larosbrücke krachte, wobei der 24-jährige Schönauer aus dem völlig zerfetzten Auto geschleudert wurde und in die Berchtesgadener Ache stürzte. Da der Unfallfahrer zunächst nicht auffindbar war, mussten rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, BRK-Wasserwacht, Polizei, BRK-Landrettungsdienst und Rettungshundestaffel rund eineinhalb Stunden lang im Wasser und entlang des Flusses nach ihm suchen.


Den bisherigen Ermittlungen der Berchtesgadener Polizei zufolge hatte der junge Mann bei einer Feier unerlaubt die Fahrzeugschlüssel seines Gastgebers genommen und mit dem stark motorisierten BMW X3 eine Spritztour unternommen, obwohl er angetrunken war und keinen Führerschein besitzt. Als er auf der Bundesstraße 305 von Marktschellenberg kommend in Richtung Berchtesgaden fuhr, verlor er auf Höhe der Laroswacht in der Unterau wegen zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über das Auto, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte mit großer Wucht an die Mauer der Larosbrücke. Der Wagen wurde durch das Geländer schwer beschädigt, überschlug sich und blieb schließlich völlig zerstört auf dem Dach auf der Brücke liegen, wobei die Fahrgastzelle weitgehend intakt blieb.

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Anwohner hörten den Unfall, setzten sofort einen Notruf ab und eilten herbei, um zu helfen. Die Leitstelle Traunstein schickte gegen 4.15 Uhr zunächst die Freiwillige Feuerwehr Berchtesgaden und den Rettungsdienst des Roten Kreuzes zur Larosbrücke. Da der Unfalllenker nicht auffindbar war und angenommen wurde, dass er eventuell ins Wasser gestürzt war, mussten die Einsatzkräfte in und entlang der Ache nach ihm suchen, wozu die BRK-Wasserwacht aus Berchtesgaden und Bad Reichenhall, die Tauchergruppe der Feuerwehr Bad Reichenhall, die Feuerwehr Marktschellenberg und die Salzburger Rettungshundestaffel nachalarmiert wurden.

Mehrere speziell für Nachteinsätze geschulte Wasserretter durchkämmten den Fluss und die Böschung bis zum Gewerbegebiet, konnten den Vermissten aber nicht finden. Gegen 5.50 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte dann einen schwankenden, durchnässten Mann im Bereich der Breitwiese an der Bergwerkstraße, der schließlich zugab, der Unfallfahrer zu sein. Der Mann war beim Aufprall aus dem Fahrzeug geschleudert worden und in der Berchtesgadener Ache gelandet. Das Rote Kreuz brachte ihn nach notärztlicher Erstversorgung in die Kreisklinik Berchtesgaden. Da er nach Alkohol roch, wurde eine Blutentnahme angeordnet. Den Führerschein konnten die Polizeibeamten aber nicht sicherstellen: Er hatte nämlich keinen. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt rund 35 000 Euro.

An der Such- und Rettungsaktion waren rund 80 Einsatzkräfte beteiligt, darunter 45 Feuerwehrleute mit neun Fahrzeugen aus Berchtesgaden und Marktschellenberg, 14 Wasserretter mit zwei Fahrzeugen der BRK-Wasserwachten Berchtesgaden und Bad Reichenhall, die Tauchergruppe der Feuerwehr Bad Reichenhall mit sieben Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen, der Rettungsdienst des Roten Kreuzes mit Notarzt, zwei Rettungswagen und Einsatzleiter, vier Mitglieder der Salzburger Rettungshundestaffel und die Berchtesgadener Polizei.

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