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Junge Talente und das Lächeln von Hans Josef Crump

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Hans Josef Crump, Stiftungsrat der Wolfgang Sawallisch-Stiftung, mit dem Hornensemble der Musikschule Grassau beim Stiftungskonzert 2014. (Foto: Grabmüller)

Die Wolfgang Sawallisch-Stiftung unterstützt alljährlich Kinder und Jugendliche, die schon im Einzelunterricht an der Musikschule Grassau bewiesen haben, dass sie gut sind und dass sie auch ausdauernd üben.


Erst dann nämlich schlagen ihre Instrumentallehrer sie zur Förderung vor, und zwar individuell oder in Ensembles. Zudem gibt es Kinderochester, Jugendkapellen oder – nicht zu vergessen – die Chöre der Musikschule, derer sich die Stiftung annimmt. Zahlreiche Veranstaltungen im Jahreslauf legen Zeugnis ab von den guten Ergebnissen der Förderungen. Und die erfolgreichen Solisten und Musiker danken später der Stiftung ihrerseits durch Spenden, wie es im Fall der »Bernauer Lausbuam« (Lindl-Gewinner 2014) gerade wieder der Fall war.

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Ein Höhepunkt im Konzertjahr der Musikschule Grassau ist im November das »Stiftungskonzert« als Benefizveranstaltung für die Sawallisch-Stiftung. In diesem Jahr gab es im Heftersaal wieder ein ausgezeichnetes Programm der fortgeschrittenen stiftungsgeförderten Musikschülerinnen und -schüler aus Grassau und den Zweigstellen. Solisten an Gitarre, Klavier, Horn und Geige wie Fabian Feselmeyer, Hana Hodzic, Johanna Wander, Rafael Benker und Wiebke Richter faszinierten die Zuhörer mit ihrem Spiel. Als Duos waren zu hören Annabell Vacano (Geige) mit Viktor Gruber (Klavier), Julian Steffl (Xylophon) mit Rebecca Schorr (Klavier), Thomas Lackerschmid (Steirische Harmonika) mit Thomas Schmid (Harfe) und Christiana Alf mit Bianca Körtvelyessy am Klavier. Ihre Leistungen sind den Musikschullehrkräften Benedikt Landenhammer, Barbara Sprüderer, Catalina Popovici, Sebastian Krause, Sabine Weiskirchner, Beatrice von Kutzschenbach, Michael Keul, Otto Dufter und Sigrid Meier zu verdanken.

Dass die Musikschule Grassau großen Wert auf das gemeinsame Musizieren im Ensemble legt und damit klangschöne Ergebnisse mit technisch anspruchsvollen Stücken erzielt, bewiesen das Hornensemble mit acht Musiker/-innen unter Leitung von Sebastian Krause, das Blechbläserquartett Grass Brass (unterrichtet von Wolfgang Diem), das Gitarrenquartett und die Grassauer Tanzlmusi von Otto Dufter, die »Sait’weis Musi« von Sabine Huber sowie das Querflötenensemble von Sandra De Crescenzo. Eine neue Facette in einem Stiftungskonzert brachten die Gastsolisten Beatrice von Kutzschenbach am Flügel und der Tenor Udo Scheuerpflug ein, denn erstmals war auch dem Gesang Raum gegeben. Mit Liedern von Richard Strauss und Franz Schubert klang das Stiftungskonzert aus.

Musikschuleiter Wolfgang Diem führte im Wechsel mit Andreas Nißl von der Grassauer Tanzlmusi, der die Volksmusikanten vorstellte, humorvoll durch das Programm. Er erzählte einiges über die jungen Künstler und gab auch kund, wie vielseitig die Jugendlichen oft sind: Neben Schule und Musik finden viele noch die Zeit für Sport, Pfadfinder, Vereine, kirchliche Aufgaben und soziales Engagement.

Und das Ganze wird getragen von großer Freude am Gestalten, das war zu spüren – ganz im Sinne von Hans Josef Crump, dem Gründer und langjährigen Leiter der Musikschule Grassau. Er sprach erstmals nach langen Krankheitsphasen wieder vor großem Publikum, begrüßte im Namen der Sawallisch-Stiftung die Gäste und die musizierenden Jugendlichen mit anerkennenden Worten für deren Leistung und regte ausdrücklich an, das Musizieren wie das Leben überhaupt mit Freude und mit einem Lächeln zu begleiten. Zu einem »Lächeln hier und jetzt« lud er alle Anwesenden ein – und das steckte an. Uta Grabmüller