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Jugendstreich beendet

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Bad Reichenhall – Die Polizei Bad Reichenhall musste am Sonntag gegen 19 Uhr einen 16-Jährigen ermahnen, der wiederholt bei einem 47-Jährigen die »Klingel putzte«.


In der Mitteilung hieß es, dass ein Jugendlicher festgehalten werde, da er beim »Klingelputzen« erwischt worden sei. Trotz anfänglicher Skepsis über die Notwendigkeit eines polizeilichen Einschreitens fuhren die Beamten in die Reichenhaller Bahnhofstraße.

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Dort trafen die Beamten einen einsichtigen 16-Jährigen und zwei Erwachsene an. Die Klärung des Sachverhalts ergab, dass drei Jugendliche bereits vielfach bei dem 47-jährigen Mann geklingelt hatten und dann immer weggelaufen waren. Die Frau des 47-Jährigen sei krank und ihre Ruhe und Genesung würden darunter leiden. So hatte er beim wiederholten Vorfall an diesem Tag die Jugendlichen erwartet und war dann hinterher gelaufen.

Ein 67-jähriger Passant sah die drei davonlaufenden Jugendlichen und ihren Verfolger, fühlte sich berufen einzugreifen und konnte den 16-Jährigen in der Kurstraße stoppen und festhalten. Die beiden anderen waren entkommen.

Die Polizei hörte die Geschichten aller drei Beteiligten und ermahnte den Jugendlichen die Aktionen sofort einzustellen. Außerdem wurde er angewiesen seine beiden Mittäter zu belehren.

Auch wenn »Klingelputzen« als Kinderstreich und Unfug grundsätzlich nicht strafbar ist, so können im Einzelfall, wie hier, bei penetranter Wiederholung, doch Umstände entstehen, welche zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Weiß man davon und macht weiter kann auch hier ein strafbares Verhalten entstehen.

Der 16-Jährige verstand die Erklärung, die Aufforderung damit aufzuhören und versprach den Anwesenden reumütig, per Handschlag den Unfug fortan zu unterlassen. fb