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Jugendliche auf großem Segeltörn

Waging am See. Mit 32 Jugendlichen im Alter von 13 bis 21 Jahren waren die Waginger Jugendpflegerin Michaela Weber und Gemeindereferent Martin Riedl auf einem fünftägigen Segeltörn im holländischen Ijsselmeer unterwegs. Dabei ist ein intensives Gruppengefühl entstanden. »Am Ende dieser Tage hatte man nicht mehr das Gefühl, dass wir aus verschiedenen Orten stammten, vielmehr fand sich die Gruppe während dieser Tage zu einer Einheit«, so Riedl.

Nach einiger Übung kamen die Jugendlichen ganz gut mit dem Tauwerk zurecht.

Nach zwölfstündiger Fahrt waren die Jugendlichen aus dem Pfarrverbandsgebiet Waging-Otting-St. Leonhard und einigen umliegenden Gemeinden in Amsterdam angekommen. Alle bezogen dann gleich ihre Kajüten und verstauten den Proviant für die ersten zwei Tage auf dem 46 Meter langen, sechs Meter breiten und 200 Tonnen schweren Drei-Mast-Segler, der in diesem Jahr 105 Jahre alt wurde.

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Frühmorgens nach der ersten Nacht an Bord lief das Schiff aus dem Amsterdamer Hafen aus und brach in Richtung Ijsselmeer auf. Gleich zu Beginn wurden die Jugendlichen in die Segelkunde- und die dazugehörige Sprache eingeführt. Aber auch Knoten knüpfen stand auf dem Programm. Spannend für die Waginger war auch zu erfahren, wie der Kapitän bei einsetzender Ebbe das Schiff auf einer Sandbank aufsetzte.

Nicht fehlen durfte eine Wattwanderung. Der Kapitän erklärte dabei die vielfältigen Lebensformen und Tiere im Wattboden. So fanden sich hier unzählige Muscheln, Wattwürmer, und die Gruppe bekam sogar sogenannte Seestachelbeeren zu Gesicht. Mit einer ausgiebigen Schlammschlacht wurde die Wanderung beendet.

In den folgenden Tagen gab es oft gutes Segelwetter, sodass der Motor abgestellt und die Segel gehisst wurden. Dann konnten die Jugendlichen auch zeigen, was sie gelernt hatten. Ein gemeinsamer Gottesdienst rundete den letzten Nachmittag ab.

Während der gesamten Zeit versorgte sich die Mannschaft in der Bordkombüse selbst, indem gemeinsam gekocht wurde. In Gruppen eingeteilt mussten die Jugendlichen auch die Sanitärräume reinigen oder das Deck schrubben. Für Martin Riedl, der die Fahrt organisiert hatte, war die Segelwoche »eine bereichernde gruppendynamische Erfahrung«.