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Journalistenverband fordert neue Akkreditierung für NSU-Prozess

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München (dpa) - Der Journalistenverband dju hat ein neues Akkreditierungsverfahren für den NSU-Prozess gefordert. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass auch türkischen Journalisten Sitzplätze zustehen, sei zu begrüßen, teilte am Samstag die dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß mit.


Dies ändere aber nichts daran, dass es insgesamt zu wenig Pressearbeitsplätze gebe.

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»Hier sind im Vorfeld aufgrund mangelnder politischer Sensibilität die Weichen vollkommen falsch gestellt worden«, kritisierte Haß. »Um diesen Fehler zu korrigieren, müssten das Akkreditierungsverfahren wiederholt und mehr Plätze für die Presse geschaffen werden; auch auf eine solche Möglichkeit weist das Bundesverfassungsgericht ja ausdrücklich hin.«

Das Oberlandesgericht München hatte die 50 festen Sitzplätze für Journalisten strikt nach dem zeitlichen Eingang der Akkreditierungsanträge vergeben. Dabei waren türkische und griechische Medien leer ausgegangen. Acht der zehn NSU-Opfer waren türkischer Abstammung, ein Ermordeter hatte griechische Wurzeln.

Liste der vom OLG zugelassenen Medien (reservierte Plätze)

Weitere Liste der vom OLG zugelassenen Medien (ohne Platzgarantie)

Mitteilung zur Akkreditierung