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»Jennerstier« geht fremd

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Bei der »Erztrophy« musste Toni Palzer nach einem Sturz dem Salzburger Jakob Herrmann den Vortritt lassen. Glückt dem Ramsauer beim »Jennerstier« die Revanche? (Foto: Geieregger)

Im neuen Format präsentiert sich heuer der »Jennerstier«. Der hochklassige Wettkampf der Skibergsteiger wird am nächsten Wochenende baustellenbedingt nicht nur am Jenner ausgetragen. Am Samstag, 17. Februar, findet erstmalig in Deutschland ein Skitouren-Sprintwettkampf am Gutshof auf dem Obersalzberg statt. Am Sonntag, 18. Februar, treten dann die Starter wieder am Jenner in der Vertical Disziplin zur deutschen Meisterschaft gegeneinander an und suchen sich einen Weg durch die Baustelle zum Ziel am Beckhaus.


Wegen den umfangreichen Baumaßnahmen im Jenner-Skigebiet mussten die Organisatoren der DAV-Sektion Berchtesgaden kurzfristig reagieren und haben für die Sprintwettbewerbe mit dem Gutshof am Obersalzberg einen alternativen Austragungsort gefunden. Ebenfalls umziehen musste das Individual-Rennen: Die deutsche Meisterschaft in dieser Wertung wurde bereits am 4. Februar im Rahmen der »Erztrophy« in Bischofshofen im Salzburger Land ausgetragen (wir berichteten). Unverändert bleibt nur der Vertical-Wettbewerb, er findet auf der letztjährigen Strecke auf der Talabfahrt am Jenner statt.

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Im kleinen Skigebiet am Obersalzberg ist mit einer Bar, einer Trommlergruppe und einem DJ zusätzlich für Stimmung gesorgt. Der Sprintwettbewerb wird am Abend bei Flutlicht stattfinden. Rennbeginn ist um 17.15 Uhr mit dem Prolog. Hierbei muss jeder Teilnehmer die etwa einen Kilometer lange Strecke mit 65 Höhenmetern so schnell wie möglich bewältigen. Anschließend laufen die schnellsten Teilnehmer zu Sechst gegeneinander in K.o.-Finalrunden. Eine Runde dauert keine fünf Minuten, was den Wettbewerb sehr zuschauerfreundlich macht.

Die deutsche Meisterschaft in der Disziplin Vertical findet auf der Strecke des Vorjahrs am Jenner statt. Am Sonntag um 11 Uhr starten die rund 100 Teilnehmer alle gemeinsam im sogenannten Pfeifflerfeld oberhalb der Talstation der Jennerbahn. Mit den Fellen an den Skiern versuchen sie so schnell wie möglich, die 600 Höhenmeter bis zum Beckhaus zu überwinden. Toni Palzer (DAV Berchtesgaden) hat für die 600 Höhenmeter 2017 gerade einmal 21 Minuten gebraucht. Für Zuschauer ist neben dem imposanten Massenstart vor allem die Zielankunft interessant.

Top-Favorit ist natürlich wieder Toni Palzer. Bei den beiden Rennen hat der Ramsauer allerdings durchaus ernst zu nehmende Konkurrenz aus Deutschland und dem benachbarten Österreich. Antreten wird auch Jakob Herrmann, der Palzer bei der »Erztrophy«, wenn auch nach einem Sturz des Ramsauers, besiegen konnte. Zu rechnen ist aber auch mit den Bischofswiesern Stefan Knopf und Josef Huber sowie mit Cornelius Unger, der bei der »Erztrophy« in Bischofshofen mit einem vierten Platz im Sprintrennen aufhorchen ließ. Bei den Damen hat Susi von Borstel (DAV Immenstadt) aus deutscher Sicht die größten Chancen auf einen Sieg. Da der »Jennerstier« wieder Teil des über drei Länder ausgetragenen Alpencups ist, wird sie sich aber starker Konkurrenz aus dem benachbarten Österreich erwehren müssen.

Weitere Infos zum Jennerstier gibt es unter www.jennerstier.de. fb