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Jeden Abend geht ein Fenster auf

Kirchanschöring. »Jeden Tag um halb sieben geht ein Fenster auf«: Unter diesem Motto haben sich in der Gemeinde Kirchanschöring zahlreiche Menschen zusammengetan, um die Adventsabende bei einer kleinen Feier oder Besinnung an 24 verschiedenen Orten, meist bei Privathäusern oder Kapellen, zu begehen. Der »Anschöringer Adventskalender« ist nun fertig organisiert, die Flyer liegen an vielen Stellen auf. Am Sonntag, 1. Dezember, macht die Gemeinde am Rathaus den Auftakt.

Initiatorin Sieglinde Gaugler und Zweiter Bürgermeister Franz Portenkirchner stellten den Flyer vor, in dem das Programm für den »Anschöringer Adventskalender« nachzulesen ist. (Foto: H. Eder)

»Alle zwei Jahre, das ist der richtige Zeitraum«

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Bei einer Besprechung haben sich die Veranstalter all dieser kleinen Adventsfeiern, die den Besuchern »schöne Augenblicke schenken« wollen, wie es im Flyer heißt, in der Schule getroffen, mit dabei auch Zweiter Bürgermeister Franz Portenkirchner. Der brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass »alle 24 Tage vollgebucht« sind. Jedes Jahr diesen »Anschöringer Adventskalender« zu organisieren, wäre wohl zu viel, meinte er, »aber alle zwei Jahre, das ist der richtige Zeitraum«. Beim ersten Adventskalender dieser Art vor zwei Jahren habe alles wunderbar funktioniert, tolle Ideen seien mit dabei gewesen.

Initiatorin Sieglinde Gaugler dankte den Personen, die das Projekt auch heuer wieder gemeinsam auf die Beine stellten, das den Teilnehmern sicherlich wieder einen schönen Advent bescheren werde. Dabei rief sie dazu auf, die jeweiligen Abende einfach zu gestalten, Besinnlichkeit und Wärme sollten im Vordergrund stehen, man dürfe keine Kirmes draus machen: »So wie es ist, so passt es.« Schön sei es in jedem Fall, wenn sich an allen Orten des Adventskalenders etwas aufmachen ließe, ein Tuch zur Abdeckung reiche aber auch, und auch durch Anzünden der Lichter könne sich ein »Fensterchen« sozusagen aufmachen.

An allen Abenden gibt es an den einzelnen Plätzen ein kleines Programm. Es werden Geschichten oder Gedichte vorgetragen, die Organisatoren tun sich mit Nachbarn und Freunden zusammen, singen und spielen, wobei gerade Kinder mit viel Begeisterung dabei sind. Mitunter wird auch eine Andacht abgehalten.

Nach dem Auftakt am Rathaus geht es wie folgt weiter: zweites Fenster beim Wagnerhof in Dürnberg bei der Familie Brüderl-Schulze; drittes Fenster bei Georg Roitzner und Eva Haberlander am Reitfeld 31 in Hipflham; viertes Fenster Gartenbauverein an der Alten Schule in Kirchstein; fünftes Fenster Familie Stepper-Dais an der Kapelle in Gut Horn; sechstes Fenster Susanne und Joachim Makulla beim Saliterwirt; siebtes Fenster Inge und Florian Obermayer am Piracherhof; achtes Fenster Erna und Sepp Reschberger an der Bannpointstraße in Kirchanschöring; neuntes Fenster Familie Niedermayer an der Kapelle in Voglaich; zehntes Fenster Margarete und Arnd Liederley am Forsthaus 8; elftes Fenster Fischerverein an der Fischerhütte in Lackenbach; zwölftes Fenster Hildegard und Michael Pfaffinger in Lohen 2; dreizehntes Fenster Team Sozialbüro am Georg-Rinser-Weg 3; vierzehntes Fenster Josefine und Konrad Jäger an der Weingartenstraße 35 in Rothanschöring; fünfzehntes Fenster Lampodinger Feuerwehr in ihrer Unterkunft; sechzehntes Fenster Gabi und Korbinian Roider in Fronholzen 12; siebzehntes Fenster Stopselclub am Maibaum in Wolkersdorf; achtzehntes Fenster Gerti und Hermann Schulmeister Kirchsteiner Straße 10 in Kothaich; neunzehntes Fenster Dirndlschaft im Jugendraum im Pfarrzentrum.

Am 20. Dezember veranstaltet der Heimatverein im Bauernhausmuseum in Hof eine Herbergssuche. Nach Güßhübel geht es am 21. Dezember mit Erika und Franz Aicher zur St.-Sebastiani-Kapelle. Die Rothler Schnalzer sind am 22. Dezember an der Reihe und treffen sich beim »Schneidei« in Roth.

Waldweihnacht ist am 23. Dezember

Die KLJB Kirchstein veranstaltet am 23. Dezember eine Waldweihnacht. Start ist um 19.25 Uhr an der Kirche in Kirchstein. Hier erwartet die Besucher eine romantische Wanderung quer durch den Wald von der Loretokapelle bis zur Hauser Kapelle, der Weg ist gesäumt von unzähligen Kerzenlichtern. Am Heiligen Abend schließlich öffnen die beiden Pfarrer Ludwig Westermeier und Siegfried Fleiner die Türen ihrer Kirchen zur Kinderchristmette. Beginn ist um 14.45 Uhr in St. Ägidius in Kirchstein beziehungsweise um 16 Uhr in St. Michael in Kirchanschöring.

Damit jeder den »Anschöringer Adventskalender« erleben kann, bietet die Gemeinde wieder einen Transportservice an. Wer diesen Service in Anspruch nehmen will, kann sich bei Robert Eder, Telefon 08685/239, oder Thomas Straßer, Telefon 08685/919961, melden. he