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Jahresbilanz 2013: Weniger Autos in Deutschland verkauft

Flensburg/Berlin (dpa) - Die Deutschen haben sich 2013 weniger neue Autos geleistet als im Vorjahr. Die Zahl der Neuwagen sank zum zweiten Mal in Folge, sie rutschte knapp unter die Marke von drei Millionen Stück.

Zulassungsstelle
2012 waren in Deutschland 3,08 Millionen Personenwagen neu für den Verkehr zugelassen worden. Foto: Marc Müller Foto: dpa

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg zählte 2,95 Millionen Neuzulassungen - ein Rückgang von 4,2 Prozent. Die ebenfalls am Freitag veröffentlichten Dezember-Zahlen lassen aber einen Aufwärtstrend erkennen. Das gilt auch für Produktion und Export. «Wir gehen mit Zuversicht ins neue Jahr», sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann.

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Auf der anderen Seite des Atlantiks, in den USA, verkauften sich Autos weiterhin glänzend. Eine besser laufende Wirtschaft und ein überalterter Fahrzeugbestand trieb die Amerikaner reihenweise zu den Händlern. Damit ist schon fast wieder das Niveau vor der Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 erreicht. Die Hersteller erwarten auch für 2014 Zuwächse.

Die vier größten Spieler auf dem US-Markt General Motors, Ford, Toyota und Chrysler konnten ihren Absatz im gesamten vergangenen Jahr zwischen 7 und 11 Prozent steigern. Die deutschen Premiumhersteller Audi, Porsche, BMW und Mercedes schnitten teils noch deutlich besser ab. Die VW-Verkäufe schrumpften dagegen mangels neuer Modelle und verstärkter Konkurrenz um 7 Prozent. Eine Zahl für den Gesamtmarkt in den USA lag bis zuletzt noch nicht vor.

Unter den deutschen Automarken gab es im vergangenen Jahr im Inland nur einen einzigen Gewinner: Porsche mit einem Plus von 1,4 Prozent auf zuletzt 20 800 verkaufte Sport- und Geländewagen. Volkswagen ist trotz eines Rückgangs um 4,6 Prozent mit einem Anteil von 21,8 Prozent und 642 200 verkauften Pkw weiterhin Marktführer.

Die Konkurrenten BMW und Audi schnitten prozentual noch etwas schlechter ab. BMW brachte 231 800 Autos an die Kunden, ein Minus von 5,8 Prozent. Audi verkaufte 252 000 neue Wagen, 5,5 Prozent weniger als 2012. Mercedes als deutsche Nummer zwei büßte im Vergleich zum Vorjahr 1,4 Prozent ein und landete bei 277 400 Neuzulassungen. Bei Opel ging die Absatzzahl um 2,9 Prozent auf 207 500 Einheiten zurück.

Im Monat Dezember lief das Inlandsgeschäft der Autobauer vergleichsweise gut. Die Zahl der Neuzulassungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,4 Prozent auf 215 320. Die deutschen Marken legten sogar um 9 Prozent zu. Auch Inlandsproduktion und Export zogen im Dezember deutlich an. Der inländische Auftragseingang habe um 14 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen, sagte Wissmann.

Im gesamten Jahr 2013 wuchs die Produktion nach VDA-Angaben um ein Prozent auf 5,45 Millionen Pkw. Der Export verbesserte sich um zwei Prozent auf 4,20 Millionen Autos.

Wissmann rechnet sich gerade auf dem US-Markt gute Chancen für die deutschen Autobauer aus. In zwei Wochen beginnt in Detroit die Motor Show (13. bis 26. Januar). Angesichts «spannender Weltpremieren» und kontinuierlich wachsender Marktanteile hätten BMW, Mercedes, Volkswagen & Co. jenseits des Atlantiks «sehr gute Perspektiven», sagte Wissmann der «Börsen-Zeitung».

Zugleich zeigte sich der VDA-Chef für Westeuropa und Deutschland optimistischer. Wissmann erwartet eine langsame Erholung des westeuropäischen Marktes. «Das erleichtert eine Entspannung an der Rabattfront», meinte er, wodurch die Verdienstmargen bei den Autobauern steigen sollten. Darüber hinaus gründe sich der Erfolg der deutschen Hersteller auf ihre weltweite Präsenz. Von den mehr als 14 Millionen Personenwagen mit deutscher Marke seien im Vorjahr nur gut 2 Millionen auf dem Heimatmarkt verkauft worden.

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