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Jäger stürzt über Steilhang ab und verletzt sich schwer: Aufwendiger Bergwacht-Einsatz

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Schneizlreuth: Bergwacht-Einsatz im Steinbachtal – Jäger stürzt über Steilhang ab, schwer verletzt
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Die heimischen Bergwachten retteten am Mittwoch bei Dunkelheit einen abgestürzten und schwer verletzten Jäger aus dem vorderen Steinbachtal. (Foto: Leitner, BRK BGL)

Schneizlreuth – Einen schwer verletzten 80-jährigen Jäger mussten die Bergwachten am Mittwochabend in einem aufwendigen Einsatz bei Dunkelheit aus dem abgelegenen vorderen Steinbachtal gerettet.


Der 80-Jährige war bei der Absuche nach einem geschossenen Wild in einem Steilhang im schwer zugänglichen und weitläufigen Bergwald-Gebiet zwischen Ristfeuchthorn und Sonntagshorn abgerutscht und bis zum Bachufer abgestürzt; zwei weitere Jäger konnten ihn aufgrund seinen Handy-Lichts finden und setzten gegen 18.30 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab.

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15 Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger rückten daraufhin aus. Ein Voraustrupp der Reichenhaller Bergwacht fuhr mit drei Einsatzkräften so weit wie möglich vom Motzenwirt in Melleck aus über die Forststraße und einen Ziehweg an, wurde von den Jägern eingewiesen, stieg über den Steilhang ab und traf gegen 19.30 Uhr beim Patienten ein.

Die nachrückenden Einsatzkräfte brachten weitere Ausrüstung und der Ruhpoldinger Bergwacht-Notarzt versorgte den Mann am Unfallort notfallmedizinisch. 

Die ehrenamtlichen Retter mussten den schwer verletzten und unterkühlten 80-Jährigen liegend rund 50 Meter im Flaschen- und im Mannschaftszug zum Weg hochziehen und dann mit der Rad-Trage zu den Fahrzeugen bringen. So konnten sie ihn gegen 21.30 Uhr im Tal an den Landrettungsdienst übergeben. Ein weiterer Bergretter brachte die unverletzte Jagd-Hündin des Verunglückten aus dem Steilgelände zum Weg und sicher zu den Fahrzeugen zurück.

Eine Rettungswagen-Besatzung des Ruhpoldinger Roten Kreuzes und der Reichenhaller Notarzt übernahmen den Mann am Motzenwirt und brachten ihn dann zum Salzburger Landeskrankenhaus. Der Bergwacht-Notarzt begleitete den Transport. Der aufwendige Einsatz dauerte rund dreieinhalb Stunden.

red/BRK BGL