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ISTAF: Harting feiert - Heidler und Otto siegen

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Sieger
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Diskuswerfer Robert Harting gewann mit guten 67,40 Meter. Foto: Hannibal Foto: dpa
Siegerin
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Betty Heidler warf ihren Hammer 75,18 Meter weit. Foto: Hannibal Foto: dpa
Sieger
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Björn Otto gewann überlegen mit 5,78 Metern. Foto: Sven Hoppe Foto: dpa
Stark
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Christina Obergföll belegt den dritten Platz im Speerwerfen. Foto: Hannibal Foto: dpa

Berlin (dpa) - Ein Mann, ein Wort, ein Sieg: Diskus-Riese Robert Harting hat sein Versprechen gehalten und sich in Berlin mit dem 33. Triumph in Serie in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet.


Genau 26 Tage nach seinem Londoner Olympiasieg verteidigte der Berliner beim Leichtathletik-Klassiker ISTAF auch sein «Wohnzimmer» vor dem Ansturm der Konkurrenz: Mit starken 67,40 Metern gewann der 27 Jahre alte Welt- und Europameister am Sonntag überlegen vor dem Litauer Virgilijus Alekna (66,63).

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Auch Hammerwerferin Betty Heidler und Stabhochspringer Björn Otto bejubelten mit den rund 50 000 Fans im Berliner Olympiastadion ihre Heimsiege. Berliner Sprint-König wurde der Jamaikaner Kemar Bailey-Cole, der die 100 Meter in 10,00 Sekunden gewann.

«Das war heute ein geileres Gefühl als in London. Nochmal eine Stufe besser», jubelte Harting und bedankte sich bei seinen Fans: «Schön, dass alles geklappt hat.» Die letzte Niederlage hatte ihm der Spanier Mario Pestano am 8. August 2010 zugefügt. Ex-Europameister Piotr Malachowski aus Polen wurde diesmal mit 66,17 Metern Dritter.

Auch Hammer-Frau Betty Heidler hat sich mit einem Sieg verabschiedet. Die Olympia-Dritte aus Frankfurt am Main wiederholte ihren Vorjahreserfolg: An die 75,18 Meter der gebürtigen Berlinerin kam keine ihrer Konkurrentinnen heran. Mit jedem ihrer sechs Versuche hätte die 28-Jährige gewonnen. Um mehr als einen Meter distanzierte die gebürtige Berlinerin die Kubanerin Yipsi Moreno (73,87). Europameisterin Anita Wlodarczyk aus Polen wurde mit 73,80 Dritte.

«Ich bin sehr zufrieden. Es war der beste Saisonabschluss, den ich je hatte», sagte Heidler und verabschiedete sich in den Urlaub. «Ende gut, alles gut», sagte sie über ihr turbulentes Sportjahr 2012. Heidlers Clubkollegin Kathrin Klaas, in London Olympia-Fünfte, landete auch im Berliner Olympiastadion mit 71,97 Metern auf dem fünften Platz. Olympiasiegerin und Weltmeisterin Tatjana Lysenko aus Russland musste sich mit 72,39 Metern mit dem vierten Rang begnügen.

Stabhochsprung-Routinier Otto feierte einen ungefährdeten Sieg. Der 34-Jährige vom LAV Bayer Uerdingen/Dormagen gewann die Konkurrenz überlegen mit 5,78 Metern. «Ein super Wettkampf - nochmal Gold geholt in meinem Silber-Jahr», sagte der Biologie-Student, der sowohl bei der EM als auch bei Olympia Zweiter war. Dieser Platz war diesmal für Malte Mohr vom TV Wattenscheid reserviert, der 5,68 Meter bewältigte. Olympiasieger und Europameister Renaud Lavillenie aus Frankreich war in Berlin nicht am Start.

Zuvor hatte Speerwerferin Christina Obergföll den dritten Platz belegt - mehr als die 62,57 Meter waren für die Olympia- und EM-Zweite aus Offenburg nicht drin. Mit dem letzten Versuch des Wettbewerbs - starken 67,52 Meter - sicherte sich die WM-Dritte Sunette Viljoen aus Südafrika noch den Sieg vor der Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Barbora Spotakova aus Tschechien (66,83). Die Olympia-Dritte Linda Stahl aus Leverkusen wurde mit 62,51 Meter knapp hinter Obergföll Vierte.

«Ich war voll motiviert, aber technisch lief da heute nichts zusammen. Da hatte ich echte Probleme», sagte Obergföll, die am kommenden Freitag beim Diamond-League-Finale in Brüssel ihren letzten Wettkampf in diesem Jahr bestreitet. «Da ist ja in der Wertung schon alles entschieden. Ich kann mich darauf freuen und ohne Druck werfen», kündigte die 31-Jährige an.

Bei Kugelstoß-Weltmeister David Storl zwickte die Wade. Mit drei Fehlversuchen musste sich der 22 Jahre alte Chemnitzer beim Heimspiel von den Fans verabschieden. Der Olympia-Zweite fand nicht zu seiner Form: In London hatte er Silber hinter dem Polen Tomasz Majewski erkämpft, der sich diesmal als Zweiter mit 21,31 Meter ebenfalls geschlagen geben musste. Den Sieg im Berliner Olympiastadion holte sich der Olympia-Dritte Reese Hoffa aus den USA mit 21,37 Metern. «Ich war wirklich angeschlagen durch meine Wade. Das hat mich ganz schön behindert», erklärte Storl.

Hürdensprint-Olympiasieger Aries Merritt feierte einen ungefährdeten Sieg, den Weltrekord verfehlte er aber um 10 Hundertstelsekunden. Der 27 Jahre alte Amerikaner kam in 12,97 Sekunden ins Ziel. Zweiter wurde sein Landsmann Ryan Wilson in 13,45 Sekunden. Der deutsche Meister Alexander John (Leipzig) wurde abgeschlagen in 13,85 Sekunden als bester deutscher Athlet Fünfter.

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