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Isis erobert Ortschaften in Nordsyrien

Aleppo (dpa) - Nach ihrem Vormarsch im Irak hat die sunnitische Terrorgruppe Isis auch Ortschaften im Nachbarland Syrien erobert. Nach eigenen Angaben nahmen Isis-Kämpfer mehrere Dörfer in der ostsyrischen Provinz Dair as-Saur ein und rückten im Norden des Landes näher an die Stadt Aleppo heran.

Auch Manbidsch kurz vor der türkischen Grenze sowie Dörfer um Homs wollen die Dschihadisten erobert haben. Anhänger verbreiteten am Mittwoch via Twitter, die Miliz sei bis nach Tal Dschidschan vorgerückt.

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Tal Dschidschan liegt rund 30 Kilometer nordöstlich von Aleppo. Die Region soll lange Zeit in Händen der islamistischen Nusra-Front gewesen sein. Isis kämpft im Norden und Osten Syriens gegen das Assad-Regime, vor allem jedoch auch gegen Islamistengruppen wie die Nusra-Front und andere syrische Rebellen. Fest unter Isis-Kontrolle ist bereits die Provinz Rakka östlich von Aleppo.

Nachdem Isis-Kämpfer vergangene Woche einen Eroberungsfeldzug im Irak gestartet hatten, fielen den Extremisten viele Fahrzeuge und Waffensysteme der irakischen Armee in die Hände. Die erbeuteten Panzer und Humvee-Geländewagen nutzt Isis nun für seinen Kampf in Syrien.