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IOC-Präsident Rogge lobt olympisches Dorf

London (dpa) - IOC-Präsident Jacques Rogge hat das olympische Dorf in London in den höchsten Tönen gelobt.

IOC-Präsident
Jacques Rogge lobt das olympische Dorf in den höchsten Tönen. Foto: Michael Kappeler Foto: dpa

Athleten und Trainer seien «absolut ekstatisch über die Qualität des olympischen Dorfes», sagte der Belgier sechs Tage vor der Eröffnungsfeier und zeigte sich auch mit der Sicherheit in der Millionen-Metropole sehr zufrieden. Die britische Regierung und das Organisationskomitee LOCOG hätten dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) signalisiert, alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen seien getroffen worden.

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Rogge forderte die Olympia-Macher von London auf, die Sicherheitsdebatten zu beenden und sich stattdessen auf den Erfolg der Spiele zu konzentrieren. «Die Sicherheit war ein Thema, aber jetzt ist es Zeit, das Ganze abzuhaken und sich Themen zu widmen, die für den Erfolg der Spiele wichtig sind», sagte der IOC-Boss.

Rogge rechnet mit erfolgreichen Spielen. «Sie wurden sehr gut vorbereitet von Menschen, die den Sport kennen und lieben. Deshalb habe ich hohe Erwartungen», meinte der 70-Jährige vor den letzten Spielen seiner Amtszeit. Im kommenden Jahr wird im September in Buenos Aires sein Nachfolger gewählt.

Im peinlichen Ticketskandal, in dem zahlreiche Funktionäre der olympischen Familie Eintrittskarten für die London-Spiele zum zigfachen Preis angeboten haben sollen, kündigte der Ober-Olympier erste Ergebnisse für Ende September oder Anfang Oktober an. «Das ist ein großer Fall, in den mehr als 20 Menschen und viele Organisationen verwickelt sind. Das Recht auf eine Verteidigung sieht vor, dass alle Gelegenheit haben müssen, sich zu erklären», sagte Rogge. Die Ethik-Kommission ermittelt in dieser Causa bereits seit vier Wochen.

Zwei Monate lang waren Reporter der Zeitung «Sunday Times» undercover unterwegs, um die Machenschaften aufzudecken. Obwohl es den Nationalen Olympischen Komitees streng untersagt ist, Karten außerhalb des eigenen Landes oder an Mittelsmänner zu verkaufen, die diese dann weiter veräußern, sollen 27 Funktionäre und Agenten dazu bereit gewesen sein, berichtete das Blatt. Tickets sollen zum zehnfachen des eigentlichen Preises angeboten worden sein.