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Internetbetrüger wollte Informatiker übers Ohr hauen – und bekommt einen Denkzettel

Laufen – Auf findige Art und Weise überführten die Polizei Laufen und ein Informatiker aus Fridolfing einen Internetbetrüger. Denn der bekam letztlich einen Stein per Post geliefert und wurde anschließend verhaftet.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Von einem betriebswirtschaftlichen Grundsatz, nämlich ein gesetztes Ziel durch geringstmögliche Ausgaben zu erreichen, ließ sich ein 24-Jähriger aus dem Großraum Rüsselsheim bei seiner Internetbetrügerei leiten.

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Um kostenlos an ein neues Apple-Mobiltelefon zu gelangen, das ein 23-jähriger Fridolfinger per Ebay-Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten hatte, kaperte der Südhesse ein fremdes Ebay-Konto und führte die Bezahlung mit dem Paypal-Konto eines Kaufinteressenten aus Mittelfranken durch.

Zwar war diese Vorgehensweise einigermaßen raffiniert, wie die Polizei bestätigt, doch auch hier steckte wie so oft der Teufel im Detail. Denn weil dem Fridolfinger von Paypal eine abweichende Lieferadresse mitgeteilt wurde, schöpfte er Verdacht und verständigte die Beamten der Polizei Laufen.

Dort konnte zum einen der für Internetdelikte zuständige Ermittler über die bei Ebay gespeicherten Daten den Hausanschluss des Täters feststellen, zum anderen war der Hesse auch bei seinem vermeintlichem Opfer, einem Informatiker, an den Falschen geraten. Dieser war zum Schein auf den Kauf eingegangen und konnte an Daten gelangen, mit welchen die Polizei den Standort des Täters ermittelte.

Ein weiterer Stolperstein für den Betrüger war die von ihm gewünschte Lieferanschrift, ein Hermes-Paketshop unweit seiner Wohnadresse. Nachdem die zuständige Polizeistation Bischofsheim die Überwachung vor Ort durchführte, machte sich als Täuschungsmanöver kein iPhone, sondern ein oberbayerischer Stein in einer auffälligen, roten Schuhschachtel auf die weite Reise vom Rupertiwinkel ins Rhein-Main-Gebiet.

Am 1. Dezember wurde der 24-Jährige dann festgenommen, als er mit seiner roten Schuhschachtel den Hermes-Shop verlassen und sich in sein Auto gesetzt hatte. Gerade noch rechtzeitig vor Fahrtantritt, denn eine gültige Fahrerlaubnis hatte der Mann auch nicht. Den polizeibekannten Täter erwarten nun zum wiederholten Male mehrere Strafverfahren.