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Interesse am Kressenweg

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Der zweifache Traunreuter Torschütze Markus Linortner wird in dieser Spielszene von Michael Kirschner bedrängt. (Foto: Weitz)

Mit der Veranstaltung wollte die Familie Lichtmannegger, persönlich Auskunft zu dem Bauvorhaben »Kressenweg« geben. »Nachdem der Gemeinderat das Bauvorhaben positiv beschieden hat, war die Sache für mich eigentlich durch. Wenn jetzt jedoch der Bürger entscheiden soll, dann muss er jede mögliche Information haben«, befindet Lichtmannegger, der das geplante Baugebiet anschaulich austrassiert hat.


Die Meinungen bei den Besuchern gingen weit auseinander. So ist die ehemalige Leiterin des Berchtesgadener Heimatmuseums, Bärbel Sigl, gegen das neue Baugebiet: »Ich bin aus naturschützerischen Gründen gegen eine Bebauung, weil das FHH-Gebiet beeinträchtigt würde«. Ferner befürchtet die Gegnerin eine spätere weitere Bebauung der im Bereich liegenden schönen Wiesen. »Man muss ja niemandem etwas missgönnen, aber ob das gerade in diesem Gebiet sein muss, halte ich für fraglich«, erklärte Bärbel Sigl weiter.

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Albert Niederbuchner (85) hält ebenfalls nichts von dem zu erwartenden Lärm und einem Trubel um die Insula. »Die Leute brauchen ihre Ruhe«, befindet Niederbuchner und lehnt das Neubaugebiet ab.

Nachbar Franz Otmar vertrat die Meinung, dass es ein Schlag ins Gesicht der Anwohner sei. Ob Lichtmanneggers Käufe von anderen landwirtschaftlichen Flächen verständlich sind, könne er nicht beurteilen. »Man sieht ja schon, was für ein Betrieb auf der Zufahrtsstraße zum Kindergarten und Kinderhort herrscht. Wenn dann auch noch das Gebiet Kressenweg hinzukäme, wäre dies schon ein gewaltiger Einschnitt in die Situation«.

Snowboardtrainer Oliver Hutzschenreuter hingegen versteht beide Seiten, favorisiert aber die Variante Lichtmannegger. »Man muss doch den jungen Leuten helfen«, so der innovative Skitrainer.

Ein klares »Ja« zum neuen Bebauungsgebiet gab es auch von Christoph Dimpflmaier. cw