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In sechs Monaten 118 Lehrstellen eingeworben

Berchtesgadener Land (AfA) - Bei den Betrieben des Landkreises Lehrstellen einwerben, das ist der Auftrag, den Ausbildungsplatzakquisiteur Thomas Jander hat. Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, bayernweit sind derzeit 20 Akquisiteure im Einsatz. Träger der Maßnahme vor Ort ist der Landkreis Berchtesgadener Land, der dabei mit der Agentur für Arbeit eng zusammenarbeitet. Im ersten Halbjahr 2012 konnte Jander nun insgesamt 118 Ausbildungsstellen einwerben, wie der aktuellen Bilanz zu entnehmen ist.

Seit Anfang 2010 ist Thomas Jander als Ausbildungsplatzakquisiteur im Berchtesgadener Land tätig. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem Kontakt mit den Betrieben, um hauptsächlich im Außendienst direkt vor Ort Lehrstellen einzuwerben. Aber auch Ausbildungsberatung in allen Facetten - für Firmen, Jugendliche und Eltern - gehören zum Aufgabenspektrum. Häufige Fragen drehen sich um rechtliche Aspekte, die Rahmenbedingungen von Ausbildung, Einzelheiten zu verschiedenen Berufen, aber auch Hilfe bei Problemen im Betrieb oder in der Schule.

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All dies geschieht in enger Abstimmung mit der Agentur für Arbeit, wo der Akquisiteur auch sein Büro hat. In der Geschäftsstelle Berchtesgadener Land ist er dem Team Arbeitgeberservice (AG-S) angegliedert, was für optimale Arbeitsbedingungen sorgt, wie alle Beteiligten festgestellt haben. Auch Geschäftsstellenleiter Florian Schuder, zugleich Teamleiter AG-S, ist froh, einen Ausbildungsplatzakquisiteur in seinen Reihen zu haben: »Das ist eine sehr gute Ergänzung zu den Service-Angeboten der Agentur für Arbeit und ein wertvolles Angebot für die Betriebe im Berchtesgadener Land - das zeigen auch viele positive Rückmeldungen. Ich danke Herrn Landrat Grabner, dass der Landkreis dies ermöglicht.«

Konkret zeigt die Halbjahresbilanz von Thomas Jander knapp 200 Betriebskontakte in diesem Zeitraum, davon über 120 im Außendienst. Insgesamt konnten dabei 118 Lehrstellen eingeworben werden, auf die von der Agentur für Arbeit jugendliche Bewerber vermittelt werden. Der Akquisiteur ist nur räumlich auf den Landkreis beschränkt und spricht dabei Betriebe aller Branchen an, von der Schreinerei bis zur Arztpraxis.

Außerdem hat Jander an mehreren Berufs-Informationstagen an verschiedenen Schulen teilgenommen, war auf der Berufs-Informationsmesse in Salzburg (BIM) präsent und bringt sich in den Arbeitskreis Schule-Wirtschaft mit ein. Über 3 000 Kilometer hat der Akquisiteur mit dem Auto im Landkreis dabei zurückgelegt.

Eng ist zudem die Zusammenarbeit mit den Kammern, der Berufsschule und dem Pendant als Akquisiteur im Landkreis Traunstein, Anton Strell. Als besondere Herausforderung sieht Jander das Einwerben von Teilzeit-Ausbildungsstellen oder auch bei speziellen Berufswünschen wie zum Beispiel Fischwirt oder Holzblasinstrumentenmacher. »Gerade im ländlichen Raum mit seinen besonderen Anforderungen an Mobilität ist es wichtig, flächendeckend für eine möglichst große Bandbreite an Ausbildungsberufen zu sorgen«, betont Jander. Zudem kann auch nur die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe den Berufsschulstandort Freilassing sichern und dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken.