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»Ihr habt es geschafft«

»Ihr habt es geschafft«, gratulierte der neue Einrichtungsleiter des Pädagogischen Zentrums, Bernd Barthel, der erst im März Nachfolger von Oliver Gosolits geworden ist. Er ermutigte die Abschlussschüler, voll Zuversicht nach vorn zu sehen. Um den eigenen Weg zu gehen, brauche man Mut, Ehrgeiz und vor allem den Glauben an sich selbst.

Schulleiterin Angelika Ligniez betonte in ihrer Abschlussrede, wie wichtig es sei zu bedenken, dass Menschen nur gemeinsam etwas Sinnvolles gestalten können. Auch weiterhin würden Leistungen verlangt werden. Alles zusammen werde sicher kein leichter Weg sein, aber es stehe nirgends geschrieben, dass der Weg in die Zukunft leicht sein solle. Es mache auch Spaß, Schwierigkeiten zu überwinden, so die Schulleiterin.

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Das Zitat Albert Einsteins »Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu belassen und trotzdem darauf zu hoffen, dass sich etwas ändert«, gab die Vorsitzende des Elternbeirats Petra Mandl den »Super-Abschlussschülern und Nachwuchs-Erwachsenen« mit auf den Weg. Sie wünschte ihnen Kampfgeist, Ehrgeiz, Respekt voreinander und besonders vor sich selbst.

Die Verteilung der Abschlusszeugnisse nahmen Schulleiterin Ligniez, der stellvertretende Schulleiter Christian Auer sowie die beiden Klassenlehrer Christian Zuber und Christoph Grote vor. Die Ehrung der vier besten Schüler des Jahrgangs übernahm der langjährige Vorsitzende des Fördervereins, Heiko Jung.

Eine Rede über die ganz besondere Schulkarriere eines Absolventen hielt dessen Schulbetreuer, der Heilpädagoge Sepp Wagner. Lange bevor die Inklusion behinderter Kinder an der Regelschule eingeführt worden ist, ist der Autist Tobias Holme 2005 in der dritten Klasse in Niedernfels aufgenommen worden – eine große Herausforderung für Lehrer, Erzieher und Mitschüler. Im Fach Englisch sei Tobias immer an der Klassenspitze gestanden, in anderen Fächern habe er oft Unterstützung und Sonderregelungen gebraucht. Aber erlernt habe er nahezu alles, so Wagner. »Das Besondere war, dass er hier Anschluss und Akzeptanz fand«, erklärte der Erzieher.

Eine herzliche Abschlussrede für die scheidenden Schüler der neunten Klassen hielten Jan Weber und Anna Stürzer. Sie dankten Lehrern und Erziehern für ihr Engagement und das Verständnis, das sie an der Schule gefunden hatten. Bei Vielen war es auch ein tränenreicher Abschied, der viele Taschentücher verschlang.

Musikalisch wurde die Feier von Lehrern und Schülern abwechslungsreich umrahmt. Besonders gelungene Musikeinlagen waren ein Song von Katharina Scheininger aus der 7  b als Gesangssolistin mit Schlagzeugbegleitung von Sebastian Schübel, 8  b, und der Chor der Lehrer und Erzieher. Zur Stärkung stand am Schluss ein großes Buffet für alle bereit, das die Hauswirtschaftslehrerinnen zwei Tage lang mit den Schülerinnen der achten Klassen vorbereitet hatten. gi