Hundeschmuggel – Grenzpolizei nimmt kleine kranke Welpen in Obhut

Polizei deckt Hundeschmuggel auf
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Foto: Grenzpolizeistation Burghausen

Burghausen – Die Schleierfahnder befreiten am gestrigen Dienstag, an der A94 Ausfahrt Töging, zwei Maltipoo-Welpen aus ihrer misslichen Lage. Sie waren in einer kleinen Box im Kofferraum eines rumänischen Mercedes Sprinter.


Die Tendenz zum illegalen Import von Hundewelpen aus Rumänien ist leider steigend. Die niedlichen kleinen Hunde waren in einem schlechten Allgemeinzustand, litten unter blutigem Brechdurchfall. Laut ihrem EU-Heimtierausweis hätten sie vier und fünf Monate alt sein sollen. Dies war augenscheinlich nicht der Fall. Der kleinere der Welpen war vermutlich noch keine acht Wochen alt. Ein gemäß den Papieren angeblich vorhandener Chip konnte an den Hunden nicht gefunden werden und die Impfungen fehlten. Die von einer deutschen Tierarztpraxis ausgestellten EU-Heimtierausweise waren überaus fraglich für die Beamten und erforderten weitergehende Nachermittlungen.

Der rumänische Fahrer des Mercedes kam direkt aus Rumänien und hatte noch mehrere rumänische EU-Heimtierausweise im Gepäck - nicht ausgefüllt und personalisiert, aber mit abgestempelter Tollwutimpfung. Die Burghauser Grenzpolizisten übergaben die beiden kleinen Autobahn-Findlinge nach Rücksprache mit dem Veterinäramt des Landkreises in die Obhut des Tierheims in Kronberg. Wie das Amt am Mittwoch mitteilte, verstarb einer der stark dehydrierten Hunde noch am gleichen Tag.

Ein in Deutschland seriös vom Züchter erworbener Maltipoo-Welpen (Malteser-Pudel) kostet bis zu 2.500 Euro. Die Gewinnspanne für illegalen Tierhandel ist vermutlich, sehr zum Leid der Welpen, hoch.

fb/red