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Hubschrauber-Rettung aus brüchiger Rinne

Schönau am Königssee - Ein junges Bergsteigertrio aus Augsburg, Limburg und Worms rettete die Bergwacht Berchtesgaden mithilfe des SAR-Hubschraubers am Samstag aus den Nordabstürzen der Brettgabel. Die Männer im alter von 20 und 21 Jahren wollten eigentlich den Hohen Göll über das Alpeltal besteigen. Doch die Bergsteiger kamen schon im unteren Teil vor dem sogenannten Sommerwandl vom richtigen Weg ab und gerieten in steiles Gelände. Als sie in einer brüchigen Rinne nicht mehr weiterkamen, entschieden sie sich für einen Notruf.

Zwei Männer der Bergwacht Berchtesgaden erkundeten erst einmal die Lage. Sie konnten die in Bergnot geratenen Männer bereits von der Straße aus entdecken und stiegen zu ihnen auf. Weil sich die Drei in gefährlichem Gelände mit lockerem Geröll befanden, entschied man sich für eine Hubschrauberbergung. Drei weitere Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden stiegen zu den Männern auf und halfen bei der Rettungsaktion. Der Hubschrauber nahm die Bergsteiger und die Bergretter in insgesamt vier Anflügen mit der Seilwinde auf und setzte sie auf dem Gelände der Christophorusschule am Dürreck ab. Von dort brachte das Rote Kreuz die an Erschöpfung und Übelkeit leidenden Männer ins Krankenhaus. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.

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Gleichzeitig erlitt auf der Gotzenalm ein Urlauber eine Kreislauferkrankung. Der Rettungshubschrauber »Christoph 14« aus Traunstein nahm den Erkrankten direkt auf und brachte ihn ins Kreiskrankenhaus Bad Reichenhall.

Gesichtsverletzungen und eine Gehirnerschütterung zog sich am Samstagnachmittag eine 53-jährige Schönauerin bei einem Sturz zu. Die Bergsteigerin war vom Schneibstein in Richtung Stahlhaus unterwegs, als sie nach vorne stürzte. Weil Nebel einen Hubschraubereinsatz verhinderte, rückte die Bergwacht Berchtesgaden mit dem Geländefahrzeug in Richtung Stahlhaus aus.

Als die Bergretter wenig später eintrafen, war die Frau bereits ein gutes Stück weiter abgestiegen. Die sechs Bergretter und der Notarzt trugen die Verletzte mit der Gebirgstrage bis zum Fahrzeug und brachten sie dann bis zum Parkplatz Hinterbrand. Von dort beförderte sie das BRK in die Kreisklinik Berchtesgaden. UK