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Hotelprojekt, Hundekot, Parkproblem

Ramsau – Zu zahlreichen Themen erkundigten sich Ramsauer Bürger während der Bürgerfragestunde in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Neben der Parksituation an der Kreisstraße BGL 14, war auch der Soleleitungsweg Thema, der durch Rodungsarbeiten immer wieder zerstört werde, so ein Bürger. Darüber hinaus beschäftigte die Ramsauer auch das geplante Hotelprojekt am Königssee. Zu sagen hatten sie auch etwas zum Thema Hundekot und Parkplatzprobleme.

Bürgermeister Herbert Gschoßmann gab Rede und Antwort bei der Bürgerfragestunde in der Ramsau. Foto: Anzeiger-Archiv/Pfeiffer

Franz Wurm erkundigte sich gleich zu Beginn nach dem aktuellen Sachstand zum Ausbau des Freidinggrabens. Bürgermeister Herbert Gschoßmann teilte mit, dass die Planungen sehr schleppend vorangingen und daher ein Gespräch mit dem Planungsbüro stattfinden werde. In diesem soll ein verbindlicher Zeitplan festgesetzt werden.

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Martin Stöckl wollte wissen, ob im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans an jeden Bürger ein Informationsblatt und Fragebögen verschickt worden seien. Das verneinte Gschoßmann. Allerdings habe es seitens der Bürger viele Wünsche und Anträge gegeben, die wiederum bei der Gemeinde eingegangen waren.

Stöckl wies im Folgenden darauf hin, dass der Wanderweg Wimbachbrücke-Hintersee entlang der Ramsauer Ache vor allem im Ortsbereich viele Engstellen ausweise und daher oft problematische Situationen zwischen Fußgängern und Radfahrern aufträten. Paul Lenk führte an, dass der Arbeitskreis Dorferneuerung bereits im Jahr 1995 auf diese unbefriedigende Situation hingewiesen habe, wesentliche Verbesserungen seien bisher aber nicht zu verzeichnen gewesen. Franz Wurm regte an, bereits auf den Brücken, die von den Hauptstraßen zum Fußweg führen, Informationen zur Sperrung des Fußweges im Bereich der Engstellen anzubringen. Er bot an, durch eine entsprechende Fotodokumentation die kritischen Stellen darzustellen. Sebastian Votz meinte, dass an den entsprechenden Stellen die notwendige Beschilderung vorhanden sei. Auch Bürgermeister Herbert Gschoßmann wies darauf hin, dass die Befahrung der Engstellen im Wesentlichen auf das Fehlverhalten der Radfahrer zurückzuführen sei. Er sicherte jedoch zu, diesen Punkt aufzugreifen und in der nächsten Gemeinderatssitzung zu behandeln.

Gefährliches Parken

Paul Lenk wies auf die zum Teil »gefährliche Situation« im Bereich der Kreisstraße BGL 14 zwischen Hintersee und Triebenbach hin. Bürgermeister Gschoßmann erläuterte, dass trotz der eng gesetzten Begrenzungspfosten die Flächen neben der Straße als Parkraum genutzt werden.

Franz Schwab informierte, dass er auf freiwilliger Basis Instandhaltungsarbeiten am Soleleitungsweg durchführe. Es sei aber nicht mehr akzeptabel, dass durch Rodungsarbeiten eines Grundstückseigentümers der Weg ständig beschädigt werde. Bürgermeister Herbert Gschoßmann sicherte zu, mit dem Grundstückseigentümer ein Gespräch zu führen.

Klaus Hattensberger wollte wissen, wie sich der Ramsauer Gemeinderat zu den Hotelprojekten am Königssee positioniere. Bürgermeister Herbert Gschoßmann sagte, dass für den Bereich am Königssee Veränderungsbedarf gegeben und auch eine Erweiterung der Bettenkapazität in der Region zwingend notwendig sei. Der Sachverhalt werde in einer nicht-öffentlichen Sitzung noch behandelt. Die Gemeinderätin und Vorsitzende des Tourismusvereins Ramsau, Birgit Gschoßmann, wies ebenfalls auf die dringend notwendige Erweiterung der Bettenkapazität in der Region hin. Anhand des Beispiels der Klinik in Schönau am Königssee verdeutlichte sie, dass neue Projekte immer kritisch betrachtet würden, bei guter Planung und entsprechender Realisierung jedoch die Region positiv beeinflussen könnten.

Tüten gegen Kot

Gemeinderat Rudolf Fendt stellte fest, dass nach Aufstellung der Behälter mit Abfalltü-ten für Hundekot, die gefüllten Tüten nicht in den Abfallbehältern an den Parkplätzen, sondern entlang des Wanderweges entsorgt würden. Bürgermeister Gschoßmann berichtete, dass das Verhalten nicht nur am Hintersee zu beobachten sei. Er schlug vor, durch entsprechende Information die Hundebesitzer besser in das Konzept einzubinden. MW/kp