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Hintergrund: Wie Cockpit-Türen gesichert sind

Hannover (dpa) - Nach dem Crash des Germanwings-Airbus steht auch die Frage im Fokus, ob der Mechanismus für die Totalverriegelung der Cockpittür wieder abgeschafft werden soll.

Cockpit-Tür
Eine elektronisch gesicherte und kugelfeste Cockpit-Tür bei Airbus im französischen Blagnac. Foto: Eric Cabanis/Archiv Foto: dpa

Cockpittüren waren nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 verstärkt und zusätzlich mit einem elektronischen Zugangscode gesichert worden, um ein unerlaubtes Eindringen unbefugter Personen zu verhindern.

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Die schusssicheren Türen können von der Crew nur mit einem bestimmten Code geöffnet werden - jede Airline hat dabei spezielle Regelungen. Über eine Video-Kamera sieht die Besatzung zudem, wer gerade Einlass begehrt. Bei einer Bedrohung können die Piloten die Tür aber auch dann blockieren, wenn außen der korrekte Code eingegeben wird.

In besonderen Notfällen besteht technisch zwar die Möglichkeit, auch von außen die Cockpittür zu öffnen - aus Sicherheitsgründen meist nach einer Zeitverzögerung, die je nach Programmierung Sekunden oder auch Minuten dauern kann. Sie versagt aber, wenn der Pilot im Cockpit den Zugang blockiert.

Der Copilot der Germanwings-Maschine wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit Absicht zum Absturz gebracht zu haben. Um solche Fälle auszuschließen, soll künftig ein Mitglied der Kabinenbesatzung bei Abwesenheit eines der beiden Piloten im Cockpit anwesend sein.

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Twitter-Liste zum Flugzeugabsturz

Live-Ticker Le Figaro

Live-Ticker La Provence

Statement Airbus

Tweet von Germanwings zu Passagierzahlen

Informationen zum Absturz von Germanwings

Informationen vom Flughafen Düsseldorf

Lufthansa: Sonderflüge nach Marseille

Bericht der "New York Times"

Airbus-Information zur Cockpit-Sicherheitstür

YouTube-Video zu Cockpit-Türen