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Hintergrund: West und Waco in Texas

Berlin (dpa) - Das Örtchen West mit seinen knapp 3000 Einwohnern liegt im US-Bundesstaat Texas, gut 30 Kilometer nördlich der Stadt Waco. Landwirtschaft prägt die Region, die Farmer in der Umgebung produzieren vornehmlich Weizen, Mais und Baumwolle.

Deutsche, vor allem aber tschechische Einwanderer fanden in dem 1882 gegründeten Ort eine neue Heimat. Ihre Kultur prägt das Leben in West bis heute. Eine neue Eisenbahnlinie, die über West bis nach Waco führte, trug Ende des 19. Jahrhunderts zum wirtschaftlichen Aufschwung der Region bei.

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Waco geriet vor zwanzig Jahren weltweit in die Schlagzeilen: im April 1993 ging dort das Anwesen der Davidianer-Sekte in Flammen auf, zahlreiche Menschen kamen ums Leben. Vorausgegangen waren langwierige Auseinandersetzungen der von Weltuntergangsprophezeiungen und Waffenkult geprägten Sekte mit den Behörden.

Vermutlich legten Sekten-Mitglieder das Feuer selbst, als die Polizei das Gelände nach langer Belagerung stürmte. Der selbst ernannte Prophet David Koresh hatte seine «Ranch Apocalypse» zu einer Festung mit unterirdischem Tunnelsystem ausbauen lassen und nach Angaben der Polizei große Waffenbestände gelagert.

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